Ein merkwürdiger Tag

An einem schönen Morgen wache ich auf. Ich gehe wie immer arbeiten. Am Abend komme ich dann wieder nach Hause und lege mich sofort wieder ins Bett um am nächsten Morgen auch wieder fit aufzuwachen.

….doch heute war alles anders….

Ich wachte also auf. Aber eine Stunde später als sonst. Ich sprang also aus meinem Bett auf … und trat voll gegen das Stuhlbein des Stuhles, auf dem immer meine Sachen hängen. Ich viel auf den Boden, weil mein Zeh anfing zu bluten und die Schmerzen kaum noch auszuhalten waren. Doch natürlich fiel ich nicht einfach nur auf den Boden, sondern knallte natürlich erst noch mit meinem Kopf gegen die Tischkante, wodurch ich mir auch noch eine leichte Platzwunde am Kopf zuzog.

Ich blieb also erst einmal am Boden liegen. So ca. 5 Minuten. Dann entschloss ich mich doch noch aufzustehen um das Blut vom Boden aufzuwischen. Doch natürlich passierte mir beim Aufstehen auch was. Ich hielt mich mit der Hand am Stuhl fest. Als ich mich dann noch dran hochziehen wollte, kippte er um und knallte, genauso wie die Hinterseite meines Kopfes, gegen den Tisch. Dadurch kippte das Glas Wasser auf meinem Tisch auch noch um und landete auf meinen Sachen, mit denen ich eigentlich noch zur Arbeit gehen wollte. Ich fing an zu schreien und sprang auf.

Ich ging zu meinem Schrank und holte mir eine neue Hose usw. aus dem Schrank heraus und ging zu meinem Auto. Aber natürlich sprang es nicht an. War ja klar. Aber warum drüber aufregen? Fahr ich halt mit dem Bus. Den dürfte ich ja noch erwischen. Das tat ich natürlich nicht mehr. Er fuhr mir einfach vor der Nase weg. Ein Taxi konnte ich auch nicht rufen, weil der Akku meines Handys plötzlich leer war. Also ging ich zu Fuß los.

Nach einer halben Stunde Fußmarsch (habe ich erwähnt, dass es schneite) kam ich dann endlich bei meiner Firma an. Dort verlief auch eigentlich alles ganz normal. OK, nicht alles. Ich verlor einen Finger an der Schneidemaschine und stieß mit einem Stahlrohr zusammen, welches gerade von einer Anhöhe herunterrollte, an der normalerweise auch keiner hergeht.

Im Krankenhaus aufgewacht konnte ich aber auch schon wieder mit einer leichten Gehirnerschütterung nach Hause. Zu Hause angekommen brauchte ich auch nicht mehr lange auf die nächste Katastrophe warten. Meine Schwiegermutter rief an. Ich hatte ihr doch mal versprochen, mit ihr ins Restaurant zu gehen. Natürlich war ich vollkommen begeistert, doch ich konnte sie einfach nicht abschütteln. Im Restaurant angekommen ging natürlich meine Pechsträhne weiter.

Als erstes übergoss ich meine Cola über das Kleid meiner Schwiegermutter. Das wäre mir ja egal gewesen, doch leider fing sie dadurch erst mal an, mich anzuschreien. Und was soll man schon machen, wenn man von seinem Schwiegerdrachen … äh … seiner Schwiegermutter angeschrieen wird? Das einzige, was mir einfiel war, sie an ihren Stuhl zu fesseln. Doch dazu fehlte mir leider das nötige Material. Außerdem hätte es bestimmt nicht gut ausgesehen. Ich bestellt ihr also ihren Lieblingssekt. Als dann die Karten kamen, nahm ich sie dem Kellner anscheinend zu schnell weg, wodurch dieser ins straucheln kam und den alten Mann am Nachbartisch so anstieß, dass sein Gebiss direkt in den Ausschnitt seiner Begleiterin flog.

Ich wurde natürlich zur Verantwortung gezogen und musste mich erst mal bei ihnen entschuldigen. Dann bestellten ich und meine Schwiegermutter jedenfalls erst mal. Von der Vorspeise, eine köstliche Suppe, konnte ich leider nicht viel mitbekommen, es sei denn ich hätte sie von meiner Hose abgelutscht. Aber das war ja zu heiß. Die Hauptspeise war jedenfalls sehr lecker. Bis auf die Erbsen. Die ich einfach nicht mit meiner Gabel essen konnte. Diese vielen dann neben meinem Tisch auf den Boden, wodurch wieder ein Kellner ins Rutschen kam und sein Tablett mit den Getränken zwei Meter hoch in die Luft flog. Das sah anfangs ja noch ganz lustig aus … bis die Getränke wieder von der Decke herunterkamen und die Gäste in einer riesigen Cola-Fanta-Sprite-Mischung ertränkten.

Und wer wurde aus dem Lokal geworfen? Natürlich ich. Oh, und meine Schwiegermutter. Diese sprach übrigens auf dem ganzen Rückweg kein einziges Wort mit mir. Doch das genoss ich noch. Dann, bei mir angekommen rief sie sich ein Taxi und sagte nur noch, dass sie ab jetzt nie wieder ein Wort mit mir reden wollte. Das war dann anscheinend doch noch ein schöner Abschluss dieses Tages. Doch das nächste Unglück ließ nicht lange auf sich warten. Ich musste noch schnell den Müll nach draußen bringen. Ich stellte die Mülltonne auf die Straße. Oder auch nicht. Eher auf den Rand des Bordsteins. Jedenfalls kippte sie um. Und rollte auf die Straße. Ich wollte sie gerade aufheben und rannte auf die Straße. Ohne zu gucken. Und ich wurde von einem Auto erfasst…

Tja. Jetzt sitze ich hier auf meiner Wolke und lache über die Unglücke anderer Leute, wenn ich sie hier sehe. Doch immer wieder muss ich daran denken, dass ich es ja nicht besser gemacht habe. Doch dann sage ich immer: „Dafür ist es jetzt vorbei und du hast es hinter dir..“. Na ja, so ist es halt wenn man tot ist… 

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