South Park Treffen 2002 – Kein Trinken trotz Wandern (Der Bericht)

Dies ist der Bericht des zweiten South Park Treffens 2002, organisiert von planearium.de. Doch dies ist kein gewöhnlicher Reisebericht, nein, es ist eine Geschichte voll mit Unglücken, Späßen, verhängnisvollen Begebenheiten, Würstchen, Einkaufswagen und einer Menge Fußpilz. Wem das alles nicht zusagt, sollte sich zurücklehnen und sich weiter seinen dicken Arsch von seiner Katze kraulen lassen. All den Anderen wünsche ich noch viel Spaß beim Lesen dieses Berichtes und ich hoffe, ihr habt so richtig keine Peilung von dem, was ich hier schreibe.

South Park Treffen. Was soll man davon schon erwarten? Ein paar Vollidioten sitzen um ein Lagerfeuer, grillen, labern Scheiße und verhungern. Das hört man oft. Doch bei dieser Aussage handelt es sich eindeutig um ein Vorurteil. Denn wir sind nicht verhungert. Aber es ist besser, wenn ich von vorne anfange.

Um den Bericht auch wie einen Bericht aussehen zu lassen beschreibe ich das alles mal aus der dritten Person. Dadurch wird gewährleistet, dass irgendwas zu lesen ist und so weiter blablabla. Ist ja eigentlich auch scheiß egal. Ich rede nicht weiter drum herum und fange an.

Dieser Bericht beginnt in einem kleinen Kaff namens Lüdenscheid, wo sich zwei Personen namens spa und UsbekDry (beschissene Namen, klar, aber hey! Wir sind South Park Fans!) trafen, um sich auf eine Reise vorzubereiten.

Als alle Vorbereitungen getroffen waren ging es auch schon los. Mit der Bahn nach Siegen. Und um es kurz zu machen: das klappte auch alles ohne weitere Probleme. In Siegen mussten unsere beiden Freunde ein bisschen auf den nächsten Zug warten. Doch die Wartezeit geht zu zweit ja immer schnell herum und so kam dann endlich ihr nächster Zug in Siegen an.

Geplant war folgendes: Im Zug von Siegen nach Frankfurt Hbf einsteigen. Noch in Siegen auf F208787 treffen und in Friederg noch Zwerg-im-Bikini und SQAMPY abholen. Und da nicht wirklich viel auf diesem Weg passierte sage ich jetzt einfach mal, dass alles gut geklappt hat und dieses kleine Grüppchen ohne erwähnenswerte Verletzungen am Bahnhof in Frankfurt ankam.

Dort gings dann ab zu Mc Donalds und man traf auf zwei österreichische South Park Fans die ebenfalls zum Treffen geladen waren: Arachnophobia und Kenny McCorm. (Ich erinnere noch einmal daran, dass wir South Park Fans sind und deswegen von Kreativität nicht die Spur zu erkennen ist!). Einer dieser Beiden (der Name von Kenny McCorm. soll hier extra nicht erwähnt werden) wurde von seinem Onkel begleitet, der sicherstellen sollte, dass keiner der Anwesenden Personen ein gesuchter Massenmörder, Vergewaltiger oder Psychopath ist. Nachdem er sich davon überzeugt hatte (was für ein Trugschluss) ging er mit der Handynummer unseres lieben UsbekDry (damit er uns auch immer erreichen konnte) von dannen und überließ uns unserem Schicksal.

Nach einiger Zeit tauchte noch die letzte im Bunde auf: JohannaG., aus Bayern (jeder hat halt so seine Fehler).

Die Gruppe war komplett und die Kacke war am dampfen (scheiß Satz, aber irgendwie muss man das Kapitel über die Hinfahrt ja beenden).

Das erste, was South Park Fans, die sich gerade zum ersten mal außerhalb eines Forums oder Chattes treffen machen ist ganz klar: Reden? Quatsch. Sich kennen lernen? Kann warten. Ganz eindeutig: Essen. Und wo? Klar! Bei Mc Donalds! Krankheiten auf Bestellung. Nie war es so einfach, sich selbst unauffällig zu vergiften und nach dem eigenen Tode die Eltern mit dem Geld der Versicherung zu beglücken. Man setzte sich an ein paar Tische und auf ein paar Stühle (Reihenfolge beliebig) und bestellte. Diejenigen, die nichts bestellten, schnorrten sich bei den anderen, die bestellt hatten, durch und kamen so ebenfalls zu ihrer zum Überleben notwendigen Portion Viren, Bakterien und anderem Gesocks.

Als das Essen sich so ziemlich dem Ende neigte gingen zwei Personen, die hier einfach mal spa um UsbekDry genannt werden sollen, hinaus um sich jeweils eine Afro-Perücke und eine Sonnenbrille aufzusetzen, so bei Mc Donalds reinzumarschieren und die Gruppe zu überraschen. Sie setzten die Perücken auf, dann die Brillen, gingen in den Laden zurück und die Gruppe war überrascht. Genau wie der Rest des Ladens, der ebenfalls leicht verwundert auf dieses Duo schaute. Die Kinder wunderten sich, was das für Typen waren, fragten ihre Eltern und die fragten sich, warum verdammt noch mal sie unbedingt Kinder in die Welt setzen mussten und wie sie denen das jetzt erklären sollten ohne dabei wie jemand dazustehen, die keine Ahnung von seinem eigenen Umfeld hatte.

Kurz bevor die Gruppe sich aufmachte um sich zu ihrem Campingplatz zu begeben kam noch ein Mann auf sie zu der fragte, ob er nicht ein Foto von ihnen machen sollte. Das Angebot wurde aber abgelehnt, da seine funkelnden Augen und sein sabbernder Blick auf die Kamera nicht gerade vor Vertrauenswürdigkeit strotzten, und man wollte sich gleich in der ersten Stunde eine Verfolgungsjagd quer durch den gesamten Bahnhof ersparen. Also ging man los um den Campingplatz zu erreichen.

Mal ernsthaft: Wie soll ein Hinweg funktionieren, wenn nicht mal die Organisatorin eine Peilung hat, WO man überhaupt hin will? Nach einer kleinen Bahnfahrt stand man also unter einer Brücke und keiner hatte eine Peilung, wo man hin musste. Nach links oder rechts? Plötzlich begannen einige, Peilung zu bekommen. Jedenfalls sagten sie das. Einige wussten anhand des Sonnenstandes, wo Süden ist, aber nach einer kleinen Diskussion wurde einstimmig beschlossen, dass das gar nichts bringt. Also wurde spontan in eine Richtung gezeigt, in die dann mit dem gesamten Gepäck (bestehend aus Zelten, Isomatten, Schlafsäcken und Taschentüchern) gewandert wurde.

Bei einer ziemlichen Wärme, was hier noch einmal betont werden sollte.

Nach etwa zehn Minuten war man sich darüber einig, dass das eigentlich alles total sinnlos war und man jetzt viel lieber zu Hause wäre. Aber das Treffen konnte so nicht enden. Also wurden die letzten Energien zusammengesucht und man ging weiter. Was aber nichts brachte. Letztendlich beschloss man, an einer Tankstelle zu fragen, wo man hin musste.

Es stellte sich heraus, dass man in die falsche Richtung gelatscht war. Was man jetzt beobachten konnte war Motivation auf dem Tiefpunkt. Die ganze Strecke, die ganze Last… alles umsonst. Wo war da der Sinn? Wieso konnte so etwas auf dieser Welt möglich sein? Gab es keine Gerechtigkeit auf der Welt? Anscheinend nicht.

Aber uns wurde ein wenig geholfen, denn der Tankwart erklärte uns, dass wir für den Weg zum Campingplatz auch einfach die Straßenbahn benutzen könnten. Er sagte uns, wo wir aussteigen mussten und wir gingen zur Haltestation. Dort fiel uns auf, dass wir keine Tickets hatten. Na toll. Was jetzt? Ganz einfach: Wir waren South Park Fans und wild entschlossen, den Campingplatz zu erreichen. Auch wenn wir dafür schwarz fahren müssten.

Also fuhren wir schwarz.

Und jeder kennt diese Zufälle: Man fährt EIN MAL im Leben schwarz mit einer Straßenbahn und was ist? Gerade heute wird kontrolliert. Immer wenn man fährt und sich brav ein Ticket kauft wird nicht kontrolliert und man fragt sich warum man überhaupt ein Ticket gekauft hat. Aber immer dann, WENN man kein Ticket hat, wird kontrolliert. Das mag ein Zufall sein, der nicht wirklich ein Zufall ist. Und dann wird man erwischt und muss nen Haufen Geld zahlen. Das ist einfach so. Bei uns war das glücklicherweise nicht so und wir kamen ohne Probleme an unserer Station an (die rein zufällig irgendwas mit „Blutspendedienst“ oder so zu tun hatte).

Wir waren also endlich angekommen. Manche hatten schon die Hoffnung aufgegeben, doch wir waren da. Vor uns stand das Schild „Lobby-Camping“. Das Gefühl, das einige von uns nun erreichte war unbeschreiblich. Als ob man nach monatelangem Streifen durch eine gnadenlose und unerbittliche Wüste endlich ein Wasserloch gefunden hatte.

Wir mussten nur noch die Schienen der Straßenbahn überqueren. Das war eigentlich auch kein Problem. OK, F208787 blieb einfach zwischen zwei Schienen stehen und schaute sich nervös um. Erst als SQAMPY ihm den Koffer abnahm ging er weiter. Was dafür jetzt genau der Grund war weiß keiner, aber es hatte schon irgendwie spannend ausgesehen.

Aber wir waren auf der anderen Straßenseite. Wir hätten jetzt ohne Probleme an das „Lobby-Camping“-Schild pinkeln können, was wir natürlich nicht taten. Dieser Satz diente nur der Beschreibung, WIE nah wir vor dem Schild standen.

Nach etwa einsekündigem Überlegen gingen wir auf das Camping-Gelände, um die Zelte aufzubauen und uns in aller Ruhe auszuruhen.

Wir gingen zum Platzwart, der sofort einen Vertrauenswürdigen Eindruck machte. Nachdem wir ihm sagten, wer wir wären, rief er irgendeinen anderen Typen und der führte uns zu unserer Campingstelle.

Einige Ignoranten würden diese Stelle auch als „etwas verbreiterten Waldweg“ bezeichnen, aber wir wollen nicht zu weit gehen. Der Platz reichte aus, um drei Zelte aufzubauen.

Doch besser noch nicht gleich von den Zelten anfangen, denn da war noch etwas, was an dem Platz anders war, als an diesen Standartplätzen eines Campingplatzes.

Dieser Typ, der uns zu dem Platz geführt hatte sagte abschließend noch etwas in der Art wie „Hier könnt ihr eure Ruhe haben und machen was ihr wollt“. Unsere Ruhe haben. Klar, dass wir dort, an dieser Stelle unsere Ruhe hatten. Schließlich befand sich unsere Zeltstelle ziemlich dicht an einer Eisenbahnbrücke. Dort werden nachts bestimmt keine Obdachlosen übernachten, denn welcher Obdachlose schläft schon freiwillig dort, wo er nicht schlafen kann? Da wir aber keine Obdachlosen waren (jedenfalls behaupte ich das so) dachte der Platzwart wohl, dass wir das schon irgendwie hinbekommen würden.

Dann war da noch so ein komischer, na ja, Haufen. Dieser Haufen sah aus, als ob man dort die Leichen unserer Vorgänger vergraben hatte, was nach der Anzahl der dort herumschwirrenden Fliegen auch gut möglich war. Nach ein wenig drin rumwühlen stießen wir aber auf keine Menschenähnliches Kadaver oder ähnliches und beschlossen, die Zelte aufzubauen.

In diesem Moment flog über unsere Lagerstelle ein Hubschrauber im Tiefflug vorüber, was die idyllische Stille des Platzes noch unterstrich. Die Stille wurde sozusagen doppelt unterstrichen, als immer mal wieder ein Touristenboot an unserem Zeltplatz (der sich direkt am Main befand) vorbeifuhr und uns mit einer Musik beglückte, die man im heutigen Slang wohl als ekliges Rumgedudel bezeichnen würde. Aber der Musikgeschmack von Touristen soll hier jetzt nicht weiter beschrieben werden, denn jeder hat einen anderen Geschmack und Katzen essen keine Hunde. Also weiter.

Die Zelte wurden aufgebaut. Dabei kam es (was uns alle ziemlich erstaunte) zu keinen Schnittverletzungen, Knochenbrüchen oder Verbrennungen. Alles lief eigentlich ganz akzeptabel ab. Die Zelte standen und man musste jetzt nur noch überlegen, was man machen sollte.

Eine Sache hatten wir übersehen, die dafür sorgte, dass wir genau wussten, was wir als nächstes machen sollten. Wir hatten nichts zu trinken. Also musste etwas angeschafft werden. Einer von uns hatte die blendende Idee doch einfach loszugehen und ein Geschäft zu suchen, in dem wir etwas kaufen könnten. Also gingen einige (nicht alle, denn irgendjemand musste die Zelte ja vor den vertrauenserregenden Leuten bewachen, die bei einer Hütte in der Nähe unserer Zelte saßen und sich mit Bier zukippten) los und suchten unsere Verpflegung für die Nacht.

Auf dem Weg definierte spa das Wort „Autofahrer“ neu, da Fahrradfahrer auch gleichzeitig Autofahrer sein können. Denn wer sagt, dass ein Fahrradfahrer kein Auto besitzt? Doch die ganze Definitionsgeschichte hier zu erläutern würde zu lange dauern.

Diejenigen, die zurück blieben, unterhielten sich unterdessen über interessante Dinge wie zum Beispiel das „Stinken“ oder man stoppte die Zeit die zwischen den die Brücke überquerenden Zügen lag. Man bekam dabei heraus, dass alle 2-4 Minuten ein Zug über die Brücke fuhr. Manchmal kam es auch zu Extremwerten wie z.B. nur 24 Sekunden zwischen zwei Zügen.

Da das ja, wie ihr euch sicher denken könnt, unglaublich interessant war, wurde das Warten immer unerträglicher und man fragte sich, ob die „Verlorengegangenen“ nicht bald wiederkommen müssten. Man überlegte ob man schon einmal aufteilen sollte, wer wessen Rucksäcke essen durfte, sollten sie nicht wiederkommen.

Aber sie tauchten wieder auf. Die Freude darüber hielt sich leider in Grenzen, denn sie hatten nichts gefunden. Das mag daran liegen, dass kein Laden Freitag Nachts noch auf hat und eine Tankstelle oder so schien ihnen auch nicht begegnet zu sein.

Doch der Zufall wollte es, dass ein paar Personen die Idee hatten, den Platzwart nach etwas zu trinken zu fragen. Und, oh mein Gott, er hatte tatsächlich etwas. Wir bekamen einen Kasten mit Wasser und eine Flasche Cola. Warum war man jetzt so lange rumgelatscht? Hätte man nicht einfach ZUERST den Platzwart fragen können?

Aus diesem Grunde hatte spa die Idee für ein Motto dieses Treffens. „Kein Trinken trotz Wandern“, was bei allen Beteiligten auch gut ankam, außer bei SQAMPY. Warum? Er wollte einfach nicht einsehen, dass die unternommene Wanderung total sinnlos war und niemandem etwas gebracht hatte (außer ihm, denn er holte sich in irgendeiner Bar oder so ein Glas mit irgendwas zu trinken, was er dann großzügig unter sich selber aufteilte). Doch als ihm einige Tage später noch einmal in aller Ruhe erklärt wurde wie es zu dem Motto kam, schien er es zu akzeptieren (oder ihm gingen die Argumente aus) und das Motte war sozusagen anerkannt.

Was aber ebenfalls interessant war, war die Flasche Sirup, die der Platzwart der Gruppe mitgegeben hatte. Bei diesem Sirup handelte es sich, wie sich nach Probieren herausstellte, um Himbeersirup. Warum sich das erst beim Probieren herausstellte? Ganz einfach: Die Flasche war auf hebräisch oder irgend so eine ähnliche Bildschrift beschriftet, die keiner der anwesenden Experten lesen konnte. Nach dem Probieren stellte sich noch heraus, dass der Sirup schon seit einigen Jahren abgelaufen war und man entschloss sich, das Probieren sein zu lassen und den Sirup erst einmal wegzustellen.

Jetzt wo die Verpflegung für die Nacht sichergestellt war, konnte die Nacht beginnen. Da sie schon längst begonnen hatte, war dieser Punkt auch schnell abgeschlossen. Man setzte sich also auf gefundene Stühle, Bretter oder einfach nur den Erdboden und laberte. Dieses Labern fiel, da es sich bei unserer Gruppe ja um South Park Fans handelte, dementsprechend schwachsinnig aus.

Irgendwann in der Nacht fiel spa noch ein, dass er einen Einkaufswagen in irgendeinem Gebüsch außerhalb des Campinggeländes gesehen hatte und er sprach UsbekDry darauf an. Die beiden beschlossen, den Wagen zu holen. Warum auch immer.

spa ging zum Wagen um ihn UsbekDry über den Abgrenzungszaun zu reichen. Doch das Problem war folgendes: Von weitem sah es so aus, als ob der Wagen mit den gesamten Rädern in einem Schlammloch steckte, doch als spa an dem Wagen zog stellte sich heraus, dass der Wagen gar keine Räder mehr hatte und auf dem Schlammloch stand. Dadurch ergaben sich einige Probleme, denn es ist gar nicht mal so einfach einen Einkaufswagen ohne Räder über einen schlammigen und unebenen Boden zu bugsieren und dann auch noch dem Gestrüpp auszuweichen, dass sich dreist um einen herum ausgebreitet hatte. Doch irgendwie gelang das Unternehmen dann doch und der Wagen stand am Zaun des Campingplatzes.

spa hob ihn hoch und UsbekDry nahm ihn an. Jetzt war also die erste Hürde geschafft. Der Wagen war auf Höhe des Zaunes. Der Nachteil an dieser Tatsache war nur, dass er damit ebenfalls auf der gleichen Höhe mit dem Stacheldraht am Zaun war und die Füße des Wagens, an dem eigentlich immer die Räder befestigt waren, sich wohl allein gefühlt hatten und sich erst mal mit dem Stacheldraht unterhalten wollten. Also bewegten sie sich zu ihm hin und verfingen sich in ihm.

Um die Füße aus dieser Lage zu befreien sagte spa zu UsbekDry, dass dieser mal eben zur Seite gehen solle und spa ließ den Wagen los. Dadurch fiel der Wagen auf die Campingplatzseite und UsbekDry konnte ihn mit den gleichen Problemen, mit denen spa auch zu kämpfen hatte, über den unebenen, leicht schlammigen Boden bis zu den Zelten transportieren.

Als die Beiden und spa angekommen waren fing man erst einmal an zu überlegen, was das jetzt eigentlich gebracht hatte. Man einigte sich auf „gar nichts“ und nutze den Wagen von nun an als eine Art Sitz. Also doch eine Verwendung für dieses Teil.

Der Rest des Abends und der Nacht verlief eigentlich ganz ruhig. Besser gesagt ohne besondere Vorkommnisse, denn die Bahn ruht bekanntlich nie. Das Ghettoblasterchen sorgte für angenehme musikalische Untermalung des Ganzen und es wurde einfach schwachsinnig rumgeredet.

Diese Gespräche über Fußpilze, Sonnenaufgänge oder knallende Arschrillen gingen bis tief in die Nacht hinein bis auch die Letzten beschlossen, sich in die ekligen Zelte zu begeben und erst mal eine Runde zu schlafen.

Von ruhigen Bahngeräuschen wurde man in den Schlaf gewogen und der erste Tag des Treffens war vorüber.

Nicht ganz, denn in einem dreier Zelt, dass hier nicht erwähnt werden soll, wachte plötzlich einer der Insassen, der hier ebenfalls so ganz TROCKEN (Achtung, Anspielung) nicht erwähnt werden soll schreiend auf und saß aufrecht in seinem Bett, was die anderen beiden Insassen nicht gerade beruhigte. Doch auf diesen Vorfall wird jetzt aus menschenrechtlichen Gründen nicht weiter eingegangen und die Geschichte des zweiten Tages wird weitererzählt.

Man erwachte. Ob früh oder spät war von Zelt zu Zelt verschieden. Doch am Morgen sammelte sich und man bereitete das Frühstück vor. Dafür gingen SQAMPY und Kenny McCorm. einkaufen. Man benötigte ja etwas, was man essen konnte. Die anderen sollten das Feuer machen.

Da wir an einer Stelle zelteten, die abgelegen war und kein Schwein interessierte, durften wir sogar ein Feuer machen. Nach ein paar kleinen Startschwierigkeiten hatten wir aber ein ordentliches Feuer gemacht und nun wurde gewartet. Worauf? Ganz einfach: Darauf, dass das Essen endlich kam. Denn das Feuer war ja einigermaßen schnell gemacht, man hatte nur nichts, was man an dem Feuer benutzen konnte außer die Kleidungsstücke der Mitmenschen, was aber nicht gerade sehr appetitstillend war.

Aber das Essen kam und kam nicht. Während der ganzen Wartezeit musste dann natürlich noch dafür gesorgt werden, dass das Feuer an blieb und nicht plötzlich ausging, was durch das sogenannte „Türme bauen“ gewährleistet wurde.

Nach einer ziemlich langen Zeit, die bauend verbracht wurde, kamen aber die Essenslieferanten an und der Schmaus konnte beginnen.

Als alles so ausgepackt vor uns lag wurden wir auf einen Rucksack aufmerksam. Besser gesagt nicht direkt auf den Rucksack sondern eher auf die Sachen, die sie auf dem Rucksack befanden. Denn dort tummelten sich Frikadellen, Würstchen und andere Leckereien. Als nachgefragt wurde stellte sich heraus, dass dieser Rucksack F208787 gehörte. Warum er nicht gesagt hatte, dass er etwas essbares mitgebracht hatte und wir dann gar nicht hätten einkaufen gehen müssen? Wusste er selbst nicht. Grummelnd akzeptierten wir seine Aussage und beschlossen, erst einmal das Eingekaufte zu essen, was wir dann auch sofort taten.

Was hier noch schnell berichtet werden sollte ist der Fund einer Bierzeltbank ähnlichen Bierzeltbank, die zu unseren Zelten rübergetragen wurde und von nun an als Bierzeltbank diente. Außerdem wurden dort einige Fressalien gelagert.

SQAMPY hatte sich großzügigerweise dazu bereit erklärt, den Anwesenden Rührei zu machen. Doch dazu später. Denn Arachnophobia war der Held des ganzen Unternehmens. Er hatte ein Buschmesser dabei, mit dem er die umliegenden Büsche in Spieße verwandelte, auf die wir unser Toastbrot aufspießen konnten um die Toast nicht mit den Händen ins Feuer halten zu müssen. Das vereinfachte das Ganze um einiges.

Doch kommen wir jetzt zu dem Rührei. Unser Küchenexperte SQAMPY nahm eine Pfanne und kippte dort diesen gelben, dickflüssigen Siff rein, den man erhält, wenn man Eier in einen Becher kloppt und das ganze dann mit irgendwelchen Gewürzen wie Paprika oder so anreichert. Die damit gefüllte Pfanne hielt er dann über die Flammen des Feuers. Und nichts passierte. Die Pfanne war einfach zu weit vom Feuer entfernt und die Eier weigerten sich, mehr als das Nötige zu tun, um hart zu werden. Also ging SQAMPY näher an das Feuer heran, was den Eiern zwar die Arbeit erleichterte aber verständlicherweise auch verdammt heiß war. Das funktionierte also auch nicht. Den Anwesenden war unterdessen der Appetit an den sich weigernden Rühreiern vergangen und man begnügte sich mit Unmengen an Toastbrot und Wurst, die ebenfalls mundeten und (was ja besonders wichtig war) sättigten.

Doch unser selbsternannter „Küchenchef mit Zelterfahrung“ wollte nicht so schnell aufgeben. Er nahm die Pfanne, näherte sich dem Feuer und versuchte, sie direkt darauf zu legen. Doch da sich das Nähern ein wenig in die Länge zog und die Wärme des Feuers nicht nur auf die Pfanne sondern auch auf den Arm von SQAMPY einwirkte, bewegte er die Pfanne ein wenig zu schnell auf das brennende Geäst und mehr als die Hälfte des Rühreisiffs lief ins Feuer um sich vor dem Küchenchef zu retten und lieber als verkohlte Rühreiansätze zu enden.

Was nun? Hier kam wieder unser Experte Arachnophobia zum Zuge. Er schnappte sich sein Buschmesser und fällte einen Baum. Das mag jetzt komisch klingen, war aber so. Er ging zu einem (zugegeben nicht gerade SEHR dicken) Baum, hackte ein paar Minuten dran rum und der Baum kippte um. Jetzt lag dieser Baum also ganz provokant am Boden unseres Zeltplatzes und Arachnophobia sagte, dass er daraus jetzt „einen Grill bauen“ würde. Bei dieser Aussage blieb es auch, denn uns fiel etwas anderes ein, was die Tatsache des herumliegenden Baumes schnell vergessen lies.

Schon eine längere Zeit vor dem frühzeitigen Ableben der Rühreier äußerte Zwerg-im-Bikini, dass man doch den Einkaufswagen einfach als Grill nutzen könnte, was von SQAMPY aber anscheinend überhört wurde. Doch als die anderen Anwesenden bemerkten, dass das mit den Eiern so nicht weitergehen konnte, schnappten sie sich den Wagen und stellten ihn aufs Feuer, worauf SQAMPY beharrlich auf seiner Meinung verharrte, er hätte das schon die ganze Zeit gesagt. Um ihm nicht die Träume zu stehlen nickten einfach alle und SQAMPY stellte zutiefst zufrieden seine Pfanne mit dem Rühreisiff in den Einkaufswagen. Die Anderen lehnten ihre Spieße mit den Toasts daran und alle waren zufrieden. Man hatte eine Erfindung gemacht. Man hatte sich weg von den primitiven Menschen entwickelt und war nun endlich ein intelligenter, fortschrittlicher Mensch. Durch diese Erfindung konnte man sich endlich intelligenten und fortschrittlichen Dingen widmen, wie beispielsweise Stockkämpfen.

Dieser Grill war einfach eine Erfindung, auf die man stolz sein konnte.

Nach einiger Zeit war das Rührei dann auch fertig, erinnerte aber eher an gelben Milchreis, was aber keiner dem Chef sagen wollte und man behauptete, nach den Toasts sei man satt und wollte nicht noch Eier essen.

Nach diesem Frühstück gingen die Planungen für den heutigen Tag weiter und man raffte sich auf um in die Stadt zu marschieren.

Doch erst einmal musste man ja in die Stadt kommen. Dazu gab es für uns nur eine Möglichkeit: Die Straßenbahn. Klar, wir hätten uns auch zu Fuß aufmachen können aber aufgrund unserer nicht vorhandenen Ortskenntnisse verzichteten wir großzügig auf einen Stadtrundlauf bei dem wir wahrscheinlich sonst wo rausgekommen wären, aber natürlich nicht da, wo wir hinkommen wollten (was ebenfalls ein immer häufiger vorkommendes Phänomen ist).

Was man noch erwähnen sollte ist, dass wir unser Glück nicht herausfordern wollten und uns zwei Gruppentickets für die Bahnfahrt gekauft hatten. Dadurch konnten wir uns sorglos in Frankfurt mit der Straßenbahn fortbewegen. Eines dieser sagenhaften Fortbewegungstickets kostete übrigens stolze 7,50 Euro. Also kamen wir auf 15 Euro insgesamt. Nun sollte noch erwähnt werden, dass das eine sehr sinnlose Investition war, da kein Kontrolleur ankam. Aber das Thema hatten wir ja schon und wir wollen uns nicht beschweren, denn es HÄTTE ja einer kommen können (an dieser Stelle möchte ich noch einmal auf den ironischen Unterton des gesamten Textes hinweisen).

Das KAUFEN dieser Tickets verlief aber ebenfalls nicht so ganz ohne Probleme, denn der Ticketautomat nahm keine Scheine an. Das vertrug sich eindeutig nicht mit der Tatsache, dass wir einen 20 Euro Schein in der Hand hielten. Also was tun? Genau: Geld wechseln. Wo? Am besten an dem Kiosk direkt hinter uns. Wir stiefelten darauf zu, fragten die Verkäuferin mit leuchtenden Kinderaugen ob sie uns den Schein wechseln könnte und sie zerstörte unsere Träume von der baldigen Bahnfahrt mit einem aggressiven „Nein, kann ich nicht.“. Auf die Frage warum sie das nicht könne kam sie nur mit irgendeiner Antwort die was mit Wechselgeld, Großgeld und Hämorriden zu tun hatte. Das letzte sagte sie zwar nicht direkt aber die zusammengekniffenen Augen ihrerseits ließen darauf schließen. Der Vorschlag etwas zu kaufen und dann als Wechselgeld Kleingeld zu bekommen zog sie zwar in Erwägung, die Umsetzung war aber nicht wirklich gelungen, denn sie gab und nach einem Kauf einer Flasche Wasser immer noch 15 Euro in Scheinen wieder. Also brachte das auch nichts.

Wir gaben den Kiosk auf, was der Verkäuferin wahrscheinlich gefiel, denn dann konnte sie sich wieder in aller Ruhe um ihre Hämorriden kümmern. Wir versuchten es auf eine andere Weise: An der Haltestation standen zwei nette alte Damen die wir spontan fragten, ob sie nicht vielleicht ein bisschen Geld wechseln könnten. Diese netten alten Damen verloren aber einen Großteil ihrer Nettigkeit als sie uns mit einem netten „Näi näi näi, wir haben ja selbst nichts.“ antworteten und wir von dem Zeitpunkt an die Bezeichnung „dumme alte Schachteln“ für die beiden bevorzugten.

Wir beschlossen zum nächsten Automaten an der nächsten Haltestelle zu marschieren und dort hatten wir Glück und fanden einen Automaten der Scheine annahm. Der war aber kaputt. Also auf über die Schienen zur anderen Seite zum gegenüber liegenden Ticketautomaten, der das Geld annahm, das Ticket ausgab und danach immer noch funktionierte. Wir hatten es geschafft und konnten in die Stadt fahren.

Mit der Straßenbahn. Aber wohin? Wir wussten den Namen der Haltestelle zu der wir wollten. Also Fahrplan lesen und in die Bahn einsteigen, die dahin fährt. Eine Person (die aus kostentechnischen Gründen nicht genannt werden soll) spiegelte sich zu diesem Zeitpunk als Führerperson heraus. Sie sagte, wir müssen in diese Richtung (jetzt bitte einen in eine bestimmte Richtung zeigenden Zeigefinger vorstellen) und fügte hinzu, wir müssen mit dieser (wieder ein Zeigefinger) Bahn fahren. Also alle rüber über die Schienen und rein in die Bahn.

Dort verteilten wir uns und den Rest der Truppe gleichmäßig in der Bahn um ein eventuelles Umkippen in einer scharfen Kurve zu verhindern und redeten gespannt darüber, was wir in der Stadt machen würden.

Das schien eine Frau mitzubekommen und sagte uns kurzerhand, dass wir in der falschen Bahn säßen. Erschrocken schauten wir sie an und sie schaute lächelnd zurück. Wir sagten ihr, dass doch dort auf dem Schild stehe, dass diese Bahn in diese Richtung fährt und die Frau schaute noch freundlicher. Sie antwortete freundlich, dass es stimme, dass diese Bahn da durch fährt, das aber schon getan hat, da sie von dort KOMMT. „Jemand“ von uns hatte wohl den Fahrplan falsch gelesen. Also bei der nächsten Haltestelle raus. Kurz bevor wir dann in die RICHTIGE Bahn gestiegen waren fragte die Person, die Anfangs gesagt hatte, sie wisse wo es hingeht, „Warum wir jetzt eigentlich in diese Richtung gefahren sind“. Diese Frage beantworteten wir mit verwirrten Blicken untereinander und beschlossen, das so stehen zu lassen und einfach in die richtige Bahn einzusteigen, um endlich in die Stadt zu fahren.

Was man jetzt unbedingt erwähnen sollte war das, was in der Stadt passierte. Denn man muss jetzt einfach mal darüber nachdenken, wann man jemals so richtig Glück hatte. Jetzt dürfte jedem einfallen, dass das höchstens zwei oder drei mal im eigenen Leben vorkam. Und wir, die armen Teilnehmer des South Park Treffens 2002, hatten (natürlich) kein Glück. Denn gerade heute war der „Christopher Street Day“. Was das ist? Bei dem sogenannten CSD handelt es sich um eine Parade, bei der nur homosexuelle Leute mitlaufen. Das bedeutet: Männer in schicken pinkfarbenen Strapsen mit Brüsten zwischen einer Gruppe aus acht South Park Fans, von denen sechs männlich waren.

spa ergriff sofort die Initiative und ergriff, mit einem Lauten „Oh scheiße, man muss mich mit einer Frau sehen!“ die Hand von Zwerg-im-Bikini. Dadurch, dachte er, sei er wenigstens ein wenig geschützt. Und es funktionierte. Keiner der Teilnehmer bekam irgendwelche Probleme mit den anwesenden Menschen.

Nun zu dem Grund, warum wir überhaupt in die Stadt gelatscht waren. Wir waren schließlich South Park Fans und was machen South Park Fans schon groß, wenn sie in einer großen Stadt sind? Genau. Sie folgen einer Person, die sich ein wenig in der Stadt auszukennen meint (in diesem Fall Zwerg-„lass mal da lang gehen, das stimmt schon“-im-Bikini) und suchen einen Fan Shop auf. Und wir wurden sogar einigermaßen fündig. Man betrat einen Laden und jeder stürmte los um ja die besten Sachen zu finden. So wurde spa insgesamt um 38,50 Euro ärmer. Das Wort Merchandising wurde an diesem und dem folgenden Tag oft genannt. Es wurden T-Shirts und eben all dieser Kram gekauft, den South Park Fans zum Überleben brauchen, wie Tassen oder komische South Park Wackelkopffiguren.

Nach diesem Beutezug (der die Verkäufer sichtlich erfreute und interessierte Fragen wie „Seid ihr South Park Fans?“ zum Vorschein brachte) ging es noch in einen Videoladen wo ebenfalls noch ein wenig eingekauft wurde.

Beispielsweise fand spa eine Videokassette mit dem spannenden und wohlklingenden Namen „Orgazmo“. Das sich darauf befindende Videomaterial war auf englisch und ein schon lange gesuchtes Objekt der Begierde von Kenny McCorm. Als spa das Video sah und es Kenny McCorm. zeigte (wohl wissend, dass dieser es unbedingt besitzen wollte) kam dieser auf ihn zugerannt, nahm das Video und sagte mit strahlenden Kindsaugen: „spa, ich liebe dich!“ Das verwirrte spa schon ein wenig, da er noch leicht durch den CSD in eine gewisse Abneigung zu männlichen Mitgliedern der Truppe gesunken war. Doch es stellte sich heraus, dass der Spruch von Kenny McCorm. nur „so ein Spruch der Freude“ war.

Bleibt noch zu erwähnen, dass Kenny aufgrund seines zu jungen Alters nicht an das Video drankam und erst eine aufopferungsvolle Zwerg-im-Bikini ihm das Band kaufen konnte. Es ist fraglich, ob er sie nach dieser Aktion ebenfalls so sehr liebte wie er einst spa zu lieben pflegte.

Als man diesen Laden verließ wurde man auf die draußen auf der Straße versammelten Christen aufmerksam. Dort standen Menschen in einem Kreis zusammen, schauten gen Himmel, hielten die Hände in denselben und sangen Lieder, in denen sie den Sohn Gottes huldigten. Alles in allem eine sehr lustige Veranstaltung bei der einige der anwesenden South Park Fans gerne hätten dran teilgenommen, es aber dann aus Gründen die irgendwas mit unmusikalisch und Satan zu tun hatten besser ließen und weggingen.

Das aber nicht ohne vorher spas Überlegungen zu lauschen, was Jesus wohl tun würde, wenn spa einen der anwesenden Sänger einfach mal so erschießen würde. UsbekDry vermutete, dass Jesus aller Wahrscheinlichkeit zurückschießen würde, was spa akzeptierte und er seine Schusswaffe wieder wegsteckte. Also ging man weiter.

Wohin? Ganz klar: Zum Essen. Wohin? Salatladen? Gemüsehütte? Schwachsinn! Kentucky Fried Chicken war angesagt! Fett in seiner reinsten Form mit Hühnchen verfeinert. Die Fettdominanz war spätestens nach dem ersten berühren der Köstlichkeiten zu sehen. Aber wen stört das schon? Wozu war man denn hier? Und da man eh schon ein Mc Donalds Essen überstanden hatte konnte einen DAS auch nicht mehr beeindrucken. Also wurde erst einmal etwas gegessen und getrunken um sich für den weiteren Tag zu stärken.

Nach dem Essen wurde sich wieder in Richtung Bahnhof bewegt. Dieses Fortbewegen verlief bei den Jungen nicht ganz unproblematisch, denn immer musste man sich erschrocken umsehen um zu überprüfen, ob sich nicht einer der CSD-Besucher an einen „angehängt“ hatte. Doch auch der Rückweg verlief ohne Probleme. Es gab keinerlei sexuellen Kontakt zu den anderen Mitmenschen und niemand wurde verletzt, was wahrscheinlich an der bei den Jungs stetig angewandten „Arschdeckung“ lag.

Man bewegte sich Richtung Campingplatz und diese Bewegung verlief auch ohne Probleme wodurch man das Ziel schnell erreichte. Und was machen South Park Fans, die gerade aus der Stadt kommen, gegessen hatten und voll und ganz zufrieden sind? Genau: Essen. Und was? Würstchen. Und wie? Indem man sie vorher grillt. Und wo? In dem Einkaufswagen.

Das war eigentlich die wohl spannendste und interessanteste Sache des gesamten Treffens und sorgte für tagelange Gespräche unter den Beteiligten und deren Familien.

Da diese Geschichte mit dem Einkaufswagen so interessant ist sollte ich sie hier eigentlich gar nicht aufschreiben und langsam den Bericht zu einem Ende kommen lassen, da ich voll keinen Bock mehr habe, aber das werde ich natürlich nicht tun (ich hocke ja gerne stundenlang, oder besser tagelang vor dem PC um so einen bescheuerten Bericht zu schreiben, für den ich wahrscheinlich nicht mal ein Lob oder so zu hören bekomme und wahrscheinlich noch von allen Anwesenden kritisiert werde, weil sie irgendwas anders gesehen, irgendwo Fehler gefunden der noch was zu ergänzen haben und mich damit nerven) und werde das mir dem „Grill“ in aller Ruhe erklären.

Alles fing damit an, dass wir Würstchen grillen wollten. Das hätten wir auch gut machen können, wenn wir einen Grill gehabt hätten. Wir hatten aber keinen.

Die Würstchen lagen schon vor uns und jeder ekelte sich vor deren Aussehen, da das diese Art von Würstchen war wo man noch erkennen konnte, was drin ist. Wenn man also auf die „Haut“ drückte, bewegten sich die „Innereien“ zur Seite und es fühlte sich einfach nur eklig an. Für uns als Fastfood Esser und Fans von ALDI-Würstchen natürlich ein ganz neues Erlebnis. Doch SQAMPY unser Küchenchef beruhigte uns und versicherte uns, dass diese Würsten weder lebten noch irgendwelche toten Menschen darin waren. Und wir vertrauten ihm und ganz am Ende stellte sich heraus, dass er sogar recht hatte. Die Würstchen waren gut. Doch ich bin zu schnell. Jetzt kommt erst mal der Hauptteil des ganzen Grillunternehmens:

Die Frage war ja, worauf wir die Würstchen grillen sollten. Arachnophobia versuchte erst, das Würstchen auf einen Stock zu stecken und so ins Feuer zu halten. Das klappte aber nicht und er zog das Würstchen wieder vom Stock herunter, was bewirkte, dass der ganze Siff (ich benutze das Wort ziemlich häufig in dieser Geschichte) in dem Würstchen mit herausquoll und sozusagen ein drittes Ende heraufbeschwor was dem Ekelfaktor noch so ziemlich einen draufsetzte.

Doch was jetzt? Wie grillen wenn wir nichts zum grillen hatten? Doch nach kurzem Überlegen fiel uns ein, dass wir ja doch etwas hatten. Einen Einkaufswagen. Wir stürmten hin und stellten ihn auf die Flammen des Feuers. Er schmolz nicht und fing auch nicht an zu jammern wegen der Hitze. Also der perfekte Grill.

Wir machten irgendwas mit dem Kindersitz, damit wir die Würstchen dort drauflegen konnten. Was genau das war weiß ich jetzt nicht zu beschreiben, da es schon recht pervers aussah. Aber egal. Perversitäten sind erlaubt, wenn sie Leben retten. Und unsere Leben retteten sie.

Die Würstchen wurden sorgfältig auf dem pervers misshandelten Kindersitz verteilt und das Feuer erledigte den Rest. Leider leistete das Feuer zu viel Arbeit. Aber nicht an den Würstchen. Die brannten nicht oder so. Aber wir hatten etwas an unserem Grill übersehen. Das Feuer brachte den des Kindersitz zum Schmelzen. Dass dabei irgendwelche giftigen Plastikgase entstanden die sich genüsslich in den Innereien unserer Würstchen breit machten war uns eigentlich relativ egal. Was viel mehr das Problem war, war die Tatsache, dass dieser sich langsam entschmelzende Kindersitz eine komplette Seite unseres „Grills“ festhielt. Wenn diese Seite schmelzen würde, würde die Ablagefläche unserer Würstchen herunterklappen und unsere Würstchen würden auf dem vom Feuer mit Schwefel überzogenen Boden fallen. Dass der Schwefel sich in Rauchform schon längst mit dem Rauch des Plastiks in unseren Würstchen paarte um eine noch viel schlimmere Krankheit heraufzuzüchten war uns relativ egal. Das sieht man ja nicht. Aber wenn die Würstchen in diesen Schwefelhaufen fallen würden, würde man ja SEHEN, was man isst und das war in diesem Fall nicht gerade empfehlenswert.

Doch zum Glück hatten wir unseren MacGuyver UsbekDry dabei. Der durchsuchte (wie sein Filmidol) den Boden des Zeltplatzes, da er sich erinnerte, dort einen Draht rumliegen gesehen zu haben. Den fand er auch und band damit die Seite des Sitzes an dem Stahlgitter des Einkaufswagen fest. Außerdem lag da noch ein Eisengestell rum, dass früher wohl mal irgendetwas darstellen sollte, es jetzt aber nicht mehr tat und deswegen als weitere Stütze unseres Grills herhalten musste.

Alles in allem also eine unglaubliche Konstruktion, wodurch sich die Teilnehmer wieder Arbeit abnahmen und sich wieder intelligenten Stockkämpfen oder Gesängen widmen konnten.

Und nach einiger Zeit waren die Würstchen auch nach und nach fertig. Was von den Beteiligten zwar verwundert aber größtenteils erfreut aufgenommen wurde, war die Tatsache, dass die Würstchen sogar schmeckten. An dieser Stelle soll SQAMPY auch noch einmal gedankt werden, da er uns davon überzeugt hatte, die Würstchen doch zu essen und unseren Ekel zu überwinden.

Nachdem die Würstchen und die Reste des Toastbrotes aufgegessen waren lehnten wir uns alle genüsslich zurück uns widmeten und anderen Sachen. Eine dieser Sachen war das Ausfüllen eines „Freundschaftsbuches“, welches JohannaG. mitgebracht hatte. Diese Aktivität hatten wir schon am Vortag betrieben doch nicht jeder wurde da schon mit seinen beiden Seiten fertig und wollte das jetzt beenden.

Bis etwa 21 Uhr in der Nacht passierte nichts mehr, was hier unbedingt erwähnt werden sollte. Einfach der übliche Schwachsinn, den Jugendliche anstellen, wenn sie auf einem Zeltplatz sind, also in Feuer springen oder ähnliches. Doch dann fiel einigen ein, dass sie ja noch die Straßenbahntickets hatte, die ja den ganzen Tag noch gültig waren. Und warum die Tickets einfach so verkommen lassen wenn man noch so viel damit anstellen konnte?

Also entschloss man sich, „irgendwo“ hinzufahren. Dieses „irgendwo“ muss man wörtlich verstehen, denn unsere sechs mutigen Helden (zwei blieben bei den Zelten als Wache zurück) setzten sich einfach in die nächstbeste Straßenbahn und fuhren „irgendwo“ hin. Das funktionierte so, dass einfach bei jeder Haltestation einer sagte „Eine geht noch“ und man einfach immer sitzen blieb. Bis wir dann am frankfurter Südbahnhof ankamen. Dort stiegen wir aus und hatten keine Ahnung was wir tun sollten.

Wir betraten den Bahnhof. Er war natürlich nicht gerade groß, da er eher als U-Bahnstation diente. Aber man kann ja trotzdem reingehen und gucken was da los ist. Wir gingen hinein, stellten unsere Taschen auf den Boden, setzten oder legten uns daneben und sahen, dass nichts los war. Und wie wir so dasaßen hatte jemand von uns die Idee, dass wir doch einfach mal so ganz spontan nach Geld betteln könnten. Doch dazu fehlte uns ein wichtiges Equipment, was bettelnden Leuten nicht fehlen darf. Ein Becher. Denn wo hätten die Leute das Geld reinschmeißen sollen? Aber wo jetzt so schnell einen Becher herbekommen?

Glücklicherweise war im Bahnhof ein kleiner Mc Donalds. Also ging Zwerg-im-Bikini hinein und kaufte einen kleinen Becher mit Wasser. Außerdem nahm sie noch einen Haufen Strohhalme mit. Dadurch war es uns möglich, das wohl unglaublich eklige „Auf dem U-Bahnbahnhofsboden Eimersaufen“-Ritual abzuhalten. Was daran so eklig war? Na ja, sechs Leute lagen auf dem Boden um einen kleinen Mc Donalds Wasserbecher herum und steckten ihre Strohhalme hinein um zu trinken. Einige pusteten in die Halme hinein, wodurch das Wasser mit der Spucke eines jeden Beteiligten angereichert wurde. Doch das störte uns nicht. OK, die Leute die an uns vorbeiliefen schienen leicht verwundert zu sein, doch wie gesagt, UNS störte das wenig.

Jetzt, wo der Becher geleert war, konnten wir endlich mit dem Betteln anfangen. spa schrieb auf einen Zettel „Brauchen Gelt für Unni“ (Rechtschreibfehler waren beabsichtigt), legte ihn neben den Becher und wir warteten auf die Gaben der Mitmenschen. Um den Eindruck noch ein wenig zu verstärken schrieb UsbekDry noch einen Zettel mit dem textlichen Inhalt „Ohne Geld keine Bildung“ und Kenny McCorm. stellte ein Schild mit der Aufschrift „Free Hat“ auf (Anspielung an eine South Park Folge), neben welches Zwerg-im-Bikini einen selbstgebastelten Papierhut stellte. Aber die Aufmerksamkeit der anderen Leute hielt sich in Grenzen. Um genau zu sein waren wir denen so ziemlich scheiß egal. Die einzige Person die auf uns aufmerksam wurde und uns kurz ansprach war ein Typ, der nach kurzer Zeit sagte, dass er ebenfalls asozial sei, was aber durch das Handy, welches er die ganze Zeit an seinem Ohr hatte, nicht gerade überzeugend rüberkam.

Enttäuscht von dem miesen Ergebnis und erschrocken von der rücksichtslosen Menschheit entschlossen wir nach einiger Zeit, zurück zu fahren. Also verließen wir den Bahnhof und warteten an der Haltestation auf die nächste Straßenbahn.

Doch es sollte sich herausstellen, dass das Warten nicht gerade langweilig werden würde. Denn wir bekamen Besuch. Natürlich nicht von einem Familienmitglied der Anwesenden, nein, eine grölende Gruppe Jugendlicher kam auf uns zu und fing ein interessantes Gespräch mit uns an.

Sie registrierten recht schnell, dass wir aufgrund der T-Shirts mit dem Aufdruck „South Park Treffen 2002“, die jeder von uns trug, ein South Park Treffen abhielten. Dann erzählte uns ein anscheinend türkisches Mitglied der Gruppe, dass er South Park zwar cool findet, es aber nicht so oft guckt, weil er immer wenn die Sendung läuft am Schlafen ist, da er ja so dicht ist, was er mit einem komisch klingenden „Höhöhöhöö“ abschloss, wobei er seinen Kopf herunterbeugte und stierähnlich auf einen von uns zukam.

Neben all den interessanten Gesprächen mit der Gruppe in denen es um South Pole, South Park Skateboards und die Größe unserer Gruppe ging, war aber der Abschlusssatz eines Mitglieds der fremden Gruppe am interessantesten. Als nämlich die Straßenbahn kam, mit der sie losfahren mussten, gab einer von ihnen jedem von uns die Hand und sagte einen Abschlusssatz, der im ungefähren Wortlaut so klang: „Ey, egal ob Randgruppe oder so. NRW, Hessen, egal. Ey, isch fick eusch Fresse!“ Während er den letzen Teil mit dem Fresse ficken sagte, führte sein Körper ein merkwürdiges Ritual aus, welches er wohl extra für diese Situationen eingeübt hatte. Er bewegte seine rechte Hand zu einer Faust geballt hinunter zu seinem Geschlechtsteil und dann ganz schnell wieder weg. Dabei beugte er sich leicht nach vorne und hob sein linkes Bein vom Boden, das Knie auf Hüfthöhe und ließ es parallel zur Armwegbewegung wieder auf den Boden sinken. Nach diesem komischen Ritual bestieg er wie seine „Kollegen“ die Straßenbahn und sie fuhren los.

Wir standen erst mal nur da, sprachlos von dem, was wir gerade erlebt hatten. Dann kam aber auch schon unsere Bahn und wir fuhren zurück zum Campingplatz. Während der Fahrt und dem gesamten weiteren Treffen war dieses „Isch fick eusch Fresse“ Gesprächsthema Nummer eins.

Zurück am Zeltplatz angekommen wurde den beiden Zurückgebliebenen erst einmal berichtet, was alles passiert war. Danach saß man den Rest der Nacht noch zusammen und unterhielt sich. Während einige schon schlafen gingen saßen die Anderen zusammen im Kreis und dichteten. Was sie dichteten? Ein Lied. Es fing damit an, dass irgendjemand die Gruppe darauf ansprach, wie bescheuert das Lied „Cruisen“ von „Massive Töne“ ist und dass der Reim des Refrains nur aus dem Buchstaben „n“ besteht. Also wurde überlegt, was sich noch auf „n“ reimte und dabei entstand das folgende Lied, welches letztendlich zum offiziellen Lied zum South Park Treffen 2002 ernannt wurde:

Wir sind die CoolstNN

Wir sind die CoolstNN

Wenn wir grillNN

Im HL-Markt-EinkaufswagNN

Wir sind die CoolstNN

Wenn wir bettlNN

Auf’m U-BahnbahnhofsbodNN

Wir sind die CoolstNN

Wenn wir kackNN

Auf den Campingplatz-ToilettNN

Dieses Lied begleitete uns die restliche Nacht. Doch dann war da noch etwas anderes. Wir beschlossen, mal kurz zu den Toiletten zu gehen. Warum? Ganz einfach: Zwei der Beteiligten waren Nachmittags auf Toilette gewesen, sind aber zu den Falschen Klos gegangen. Die, in denen sie drin waren (jetzt nicht falsch verstehen) waren welche, die entweder abgerissen oder renoviert werden sollten, oder so. Genau wissen wir das auch nicht. Die RICHTIGEN Toiletten befanden sich etwas entfernt in großen Containern. Jedenfalls hatten die beiden Klo-Besucher nach ihrer Rückkehr von unmenschlichen Zuständen gesprochen, was wir uns jetzt, wo es dunkel war und der Platzwart das nicht mitbekommen würde, mal genauer angucken wollten.

Wir gingen also zu den Toiletten und betraten das „Gebäude“ durch einen Plastikvorhang. Genau das richtige, um Toiletten zu schützen. Der Anblick, der sich uns dort bot war, na ja, umwerfend. Alles war zugekackt. Einfach unglaublich. Die Scheiße anderer Menschen entfleuchte vor unseren Augen aus den Toiletten um sich in die große Freiheit zu begeben, was den scheißeüblichen Gestank mit sich führte. Und auch die Duschen hatten zu Kriegszeiten sicher bessere Zeiten gesehen. Um es so zu sagen: Sie konnten nicht mehr reinigen, eher noch mehr Schmutz machen. Der Ideale Aufenthaltsort für Spinnen, Ratten und all das andere Getier, das in einem normalen Haushalt nichts zu suchen hatte, und noch weniger auf sanitären Einrichtungen.

Außerdem hing an den Toiletten ein Schild mit der Aufschrift „Siehst du die Bremsspur deiner Würste, bitte benutze diese Bürste“. Wir kürten das Schild einstimmig zum bescheuertsten Spruch des Treffens und spa nahm es einfach mal mit. (Bei einer späteren Besprechung des Schildes fiel übrigens auf, dass Österreicher das Wort „benutzen“ nicht in ihrem Wortschatz besitzen.)

Wir verließen diesen Ort des Geruches mit einem leichten Ekelgefühl und ziemlich verstörten Blicken. Ich möchte jetzt natürlich erwähnen, dass die RICHTIGEN Toiletten in einem guten Zustand waren und man dort auch die Duschen benutzen konnte ohne Angst vor mutierten Riesenkakerlaken haben zu müssen.

Wieder zurück bei den Zelten beschlossen wir nach einer längeren Beobachtung eines hin und her leuchtenden Scheinwerfers, dass es doch langsam mal Zeit sei zu schlafen, da morgen schon ziemlich früh der frankfurter Bahnhof aufgesucht werden musste, um die ersten Leute in die Freiheit ihrer Heimat zu entlassen.

Mit einem freundlichen und sanften „Mein Schlafsack ist feucht und stinkt“ wog Arachnophobia die Übrigen in den Schlaf und wir entschlummerten für einige Zeit.

Der nächste Morgen brach an. Sanft kitzelten uns die ersten Sonnenstrahlen durch die Zeltwände, leise rauschte der Main an uns vorbei, man hörte leises Vogelgezwitscher und irgendjemand trat einigen Zeltinsassen mit voller Wucht in den Rücken um sie dazu zu bringen, endlich aufzustehen.

Durch diese alles andere als sanfte morgendliche Aufweckungszeremonie entmutigt torkelten auch die letzten Schlafenden aus den Zelten und man begann mit dem Abbau. Der Abbau verlief ebenfalls ohne Probleme. Keine Verletzten und nichts wurde vernichtet.

Als alles abgebaut war ging es ans Aufräumen. Der Einkaufswagen blieb stehen (für die Nächsten), die leeren Flaschen wurden in einem Sprudelkasten gesammelt und dann ganz elegant über einen Zaun geschmissen, damit sie von niemandem gefunden wurden, UsbekDry schrieb mit dem übriggebliebenen Himbeersirup „UsbekDry“ auf den Erdboden und die kleinen Papierüberreste und Verpackungen kamen alle in eine große Tüte, die dann von spa mit aller Kraft in den Main geschmissen wurde wo sie in die Weiten des Meeres trieb. Die restlichen Überreste wurden von einem Hund gefressen.

Dieser Hund begleitete uns sowieso schon seit dem ersten Tag des Treffens. Er gehörte einem der Typen, die ebenfalls auf diesem Zeltplatz zelteten und kam immer wieder zu uns rüber um uns zu beobachten. Arachnophobia schaffte es sogar, den Hund mit Toastbrot zu dressieren, so dass er Männchen machte. Außerdem schien es so, dass der Hund „Brunch“ mochte. Er schleckte die kleinen Pötte dieses Brotaufstriches ohne lange zu zögern eins nach dem anderen aus und es schien ihm zu schmecken. Alles in allem war der Hund eine Bereicherung für das Treffen, denn er hatte für einige lustige Szenen gesorgt.

Nachdem jedenfalls alles aufgeräumt war, saßen wir einfach rum. Warum? Wir hätten gar nicht so früh aufstehen müssen, da das Aufräumen und Abbauen ziemlich schnell gegangen war. Dadurch fragte man sich natürlich, warum man dann am Morgen so aggressiv aufdringlich nett aus den Zelten getreten wurde. Doch das brachte jetzt ja auch nichts mehr.

Die Zeit des Rumsitzen war dann auch irgendwann abgeschlossen und man meldete sich beim Platzwart ab. Das musste per Zettel geschehen, da der Platzwart nirgends zu finden war und er auch nicht an sein Handy ging.

Man marschierte also los. Auf zur Straßenbahn. Mit der Bahn zum Hauptbahnhof. Dort setzte man sich mal wieder in einen Mac Donalds und aß ein wenig. Währenddessen hatten wir uns schon von zwei Personen verabschiedet.

Während wir so bei Mc Donalds saßen kramten wir unser Ghettoblasterchen raus und hörten Musik. Wir waren ziemlich überrascht, dass wir nicht rausgeschmissen wurden, da wir die Musik an einigen Stellen ziemlich laut hatten und diverse Leute ziemlich genervt zu uns hersahen. Doch es hatte halt nicht sollen sein, was uns auch ziemlich passte, da wir dadurch in aller Ruhe essen konnten.

Das war’s eigentlich auch schon. Nach dem Essen verteilten wir uns und verloren uns immer weiter aus den Augen. Und diese Geschichte endet genau dort, wo sie angefangen hatte. In einem kleinen Kaff namens Lüdenscheid wo ich, der Verfasser dieses Textes, mit einigen anderen ankam und nach Hause fuhr.

So. Das war also die Geschichte vom South Park Treffen2002. Aber ich möchte abschließend noch etwas sagen: Ich fand das Treffen einfach nur genial. Ich hatte lange nicht mehr so viel Spaß und ich glaube, dass es den anderen auch so ging. Dann möchte ich noch einmal betonen, dass ich mit diesem Text hier niemanden der Anwesenden Personen beleidigen möchte oder so. Ich habe einfach alles so aufgeschrieben, wie es war. Und das mag einigen vielleicht nicht gefallen, aber ihr wisst ja, wie ich das meine. Also bitte fühlt euch jetzt nicht gekränkt. Ich hoffe, ich habe euch mit dieser (zugegeben ziemlich langen) Zusammenfassung des Treffens einen Gefallen getan und habe geholfen, dass ihr euch immer wieder an das Treffen erinnern könnt.

bis denn

spa

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.