Interview mit Max aus „Mad Max“

spa: Herzlich Willkommen zu DIALOGOPTION. Heute unterhalte ich mich mit Max, dem Protagonisten aus „Mad Max“. In „Mad Max“ geht es um den maden Max, der mit einem Auto durch eine öde Einöde braust und sich einem ganzen Haufen Unholden entledigt, um einen Mann mit einer Kettensäge im Kopf zu jagen. Herzlich Willkommen Max.

Max: Guten Tag.

spa: Zunächst eine wichtige Frage: Soll ich den Menschen Ihren Nachnamen verraten und damit tausenden Quizspielen und -sendungen zum Thema Filme oder Videospiele eine ihrer Lieblingsfragen rauben?

Max: Mir egal. Wer mag schon Quizspiele?

spa: Sie etwa nicht?

Max: Quizspiele sind reine Angeberei. „Guck, was ich irgendwann einmal aufgeschnappt und jetzt auf Kommando abrufen kann.“ Ekelhaft. Wie Hunde, die auf ihr Signal warten, damit sie endlich tot umfallen können. Hat man eine richtige Lösung in den Raum gebrüllt, grinst man breit und erwartet Bestätigung, um sich anschließend gut und den anderen Spielerinnen und Spielern gegenüber überlegen zu fühlen. Und dann sind da die, die eine Niederlage in einem solchen Spiel mit widerlichem Rumgejammer kommentieren. „Ich bin nicht gut in Quizspielen. Ich kann mir so schlecht etwas merken. Ich müsste echt mehr wissen.“ Und warum? Um am Ende ebenfalls Lob einzuheimsen. „Ach, du bist doch gar nicht dumm. Du weißt viel, nur eben nicht in den abgefragten Kategorien. Intelligenz wird nicht in Quizspielen gemessen.“ Warum spielt ihr den Scheiß dann? Wissen wird zu einer klebrigen Masse reduziert, von der man sich mal mehr, mal weniger abschneidet, um sie anschließend an Wände zu werfen und zu gucken, welcher Klumpen am Ende der größere ist. Und hat man keine Lust auf ein Quizspiel, bekommt man was zu hören?

spa: Dass man ein Spielverderber sei?

Max: Nein. Dass man nur Angst habe, zu verlieren.

spa: Grauenhaft.

Max: Mögen Sie Quizspiele?

spa: Nach dieser Antwort selbstverständlich nicht.

Max: Das ist gut. Ich spiele nämlich nicht in einem Quizspiel mit.

spa: Wobei ich es schon lustig fände, wenn irgendwo in der Spielwelt von „Mad Max“ ein Gebäude stünde, in dem eine Quizshow abgehalten wird.

Max: Ich nicht.

spa: Extrem lustig fände ich das selbstverständlich auch nicht.

Max: Haben Sie Angst vor mir?

spa: Ein wenig.

Max: Warum?

spa: Weil Sie ihre Hände zu Fäusten geballt haben und man dadurch sehr gut erkennen kann, dass Sie Schraubenschlüssel auf Ihren Handschuhen befestigt haben, die Ihre Faustschläge unangenehm verstärken können.

Max: Nicht ich habe dieses Werkzeug an meinen Werkzeugen angebracht. Das waren Sie. Schließlich haben Sie den ganzen Schrott für meine Verbesserungen bezahlt.

spa: Auch wieder wahr. Aber damit ist jetzt Schluss.

Max: Möchten Sie mich nicht noch stärker machen?

spa: Das kann ich nicht mehr. Sie haben in Ihrem Spiel die Maximalstufe erreicht.

Max: Schon? Ich habe doch gerade erst den zweiten von fünf Akten abgeschlossen.

spa: Es ist doch nicht meine Schuld, dass man in Ihrem Spiel so unglaublich viel zu tun hat, dass Komplettisten Sie bereits vollständig ausgerüstet haben, bevor das Ende überhaupt in Sicht ist.

Max: Aber es ist Ihre Schuld, dass Sie sich mit all diesen Nebennichtigkeiten befassen, anstatt sich um meine Rache zu kümmern.

spa: Ich würde Ihr Spiel wirklich gerne fokussierter Spielen. Aber es geht nicht. Haben Sie sich mal die Landkarte angesehen?

Max: Natürlich. In der Einöde ist es wichtig, niemals zu vergessen, wo man sich gerade befindet. Ein Tag in der Wüste ohne Wasser kann für einen ungeübten…

spa: Ach, hören Sie doch auf, hier von einer Einöde zu sprechen. Ganz ehrlich? In dieser Einöde ist mehr los als auf dem Frankfurter Weihnachtsmarkt. Sieht man sich eine frisch freigeschaltete Region auf der Karte an, kommt es einem so vor, als hätte man die Karte bei voller Fahrt durch einen Fliegenschwarm aus dem Fenster gehalten. Alles ist vollgekleckst. Überall erwartet etwas meine volle Aufmerksamkeit. Dort drüben ist ein großes Lager, daneben zwanzig kleine, hier eine Vogelscheuche, da ein Minenfeld. Und zu ihrem Wasserproblem kann ich auch etwas sagen: Es dauert mit dem Auto im Durchschnitt geschätzt zwanzig Sekunden, eines der vielen Wasseraufsammelbecken zu erreichen und die Trinkflasche aufzufüllen. Klar, manche werden von bösen Jungs bewacht, aber diese im Kampf zu besiegen, stellt keine Herausforderung dar.

Max: Weil ich so ein guter Kämpfer bin.

spa: Weil ich Sie zu einem so guten Kämpfer entwickelt habe.

Max: Geschenkt.

spa: Die Welt in Ihrem Spiel ist nicht voll, sondern überfüllt. Und dadurch langweilig. Ihre Einöde ist anödend. Es kommt nicht eine Sekunde lang das Gefühl auf, sich in einer weiten Wüste zu befinden. Überall ist etwas los. Bestenfalls kann ich das Ganze als weit gestreckten, thematischen Vergnügungspark bezeichnen.

Max: Sind Sie etwa gegen Vergnügen?

spa: Nein, das bin ich nicht. Für mich versagt „Mad Max“ jedoch auf ganzer Linie, wenn es um die Erzeugung einer atmosphärischen Welt geht. Dass man in der Wüste stets darauf achten muss, niemanden zu überfahren, ist doch albern.

Max: Sagt der, der andauernd verdurstende Zivilisten überfährt.

spa: Hören Sie mir mit denen auf. Schlurfen überall durch die Gegend und bitten um Wasser. Manchmal keine fünfzig Meter von einer von Bösewichten befreiten Wasserquelle entfernt.

Max: Rechtfertigt das ihre Ermordung?

spa: Nein, natürlich nicht. Diesen Fehler gestehe ich mir ein. Dennoch tragen sie Mitschuld. Sie hätten ja einfach etwas trinken können und wären dadurch besser zu Fuß gewesen.

Max: Erinnern Sie mich daran, Sie, wenn Sie mal angefahren werden, danach zu fragen, ob Sie auch ihre täglichen zwei Liter Wasser konsumiert haben. Sonst wird Ihre Versicherung nämlich leider die Kosten nicht übernehmen.

spa: Also bitte. Der Vergleich hinkt.

Max: So wie Sie nach dem tragischen und ziemlich teuren Unfall. Aber lassen Sie mich etwas anderes Fragen: Hätten Sie es besser gefunden, eine große, leere Welt vor sich zu haben, in der es nichts zu tun gibt?

spa: Ja.

Max: Wirklich? Fünf Minuten Fahrt durch eine leere Wüste, um von Mission A zu Mission B zu gelangen?

spa: Wissen Sie, wann ich bisher am meisten Spaß mit Ihrem Spiel hatte? Als ich die erste Region zu 100% von allem Bösen befreit hatte. Keine Lager, keine Minenfelder, kein gar nichts. Die Fahrten zurück in mein Lager waren fantastisch. Nur ich, mein Auto und die Wüste. Ich hatte einen Spaß, sage ich Ihnen. Ich bin Hügel hochgefahren und runtergesprungen. Ich habe Sprungschanzen gesucht. Bin Klippen hochgefahren. Und habe die überall herumliegenden Schiffswracks bestiegen. Ich brauche keinen Missionsmarker, um interessante Orte zu finden. Die Marker sorgen lediglich dafür, dass ich meinen Blick nicht auf die Umgebung, sondern auf die Minikarte richte, um zu sehen, wo mich das Navigationsgerät hinlotst. Ja. Selbst in der Endzeit gibt es ein Navi. Wissen Sie eigentlich, wie hübsch das Spiel ist, in dem Sie sich befinden? Die Sonnenauf- und -untergänge sehen traumhaft aus. Aber man kann sie nicht genießen, weil andauernd irgendwelche Typen aus einem der dreihundert Lager auf einen zugerannt kommen, um einen zu verprügeln. Ich hätte mir wirklich ein bisschen mehr Ruhe in dieser angeblichen Einöde gewünscht. Aber diese Ruhe wird einem verwehrt. Selbst in den oben geschilderten Momenten war ich gar nicht wirklich alleine, weil mir die ganze Zeit über dieser nervige Typ buchstäblich im Nacken sitzt.

Max: Sie meinen Chumbucket?

spa: Ja. Chumbucket. Den Gollum der „Mad Max“-Reihe. Auf der einen Seite ist es ja lustig, wie vernarrt er in Autos ist. Aber warum zur Hölle hielt man es für eine gute Idee, ihn die ganze Zeit auf der Ladefläche des eigenen Fahrzeugs mitfahren zu lassen?

Max: Das ergibt schon Sinn. Er kann von dort aus die Harpune betätigen. Zudem ist er ein hervorragender Mechaniker und repariert das eigene Auto, wenn es beschädigt wurde.

spa: Chumbucket nervt. Abgrundtief. Er schreit, ist laut, kommentiert das Geschehen… ich kann lustige Sidekicks nicht leiden. Ich hätte ihn gerne in irgendeiner Höhle abgesetzt, um ihn lediglich zu besuchen, wenn ich seine Hilfe benötige.

Max: Und wer repariert dann Ihr Auto? Und wer bedient die Harpune?

spa: Oh ja, ganz plötzlich benötigen wir für diese Dinge eine Rechtfertigung in Videospielen.

Max: Macht es das Ganze nicht stimmiger? Bei der Welt schien Ihnen Stimmigkeit noch so wichtig zu sein.

spa: Ich weiß, was Sie meinen. Aber hier stehen sich zwei konträre Dinge gegenüber. Klar, es ist schon cool, dass er die Harpune bedient und zum Reparieren auf dem Fahrzeug herumklettert. Aber als Charakter nervt er einfach nur und macht damit die durch seine Taten aufgebaute Atmosphäre wieder zunichte. Ich hätte mich möglicherweise mit einem aufgezwungenen Begleiter anfreunden können, wenn es nicht Chumbucket gewesen wäre.

Max: Hassen Sie eigentlich mich persönlich oder das Spiel?

spa: Weder noch! Ich hätte bisher wohl kaum 35 Stunden in Ihrem Spiel verbracht, würde ich es nicht mögen. Genau darum rege ich mich ja so über den ganzen Kram auf. Mit einer Handvoll Ruhe und einer Handleer Zeug auf der Karte wäre ich sehr glücklich mit Ihrem Spiel. Das Kampfsystem ist in Ordnung. Die Nebencharaktere meistens ganz cool und angenehm verrückt. Das Rumfahren ist unter gewissen Umständen extrem unterhaltsam. Trotzdem ärgere ich mich einfach über die vielen verpassten Chancen. Vermutlich wollte man den Spielerinnen und Spielern einfach nur viel bieten. Und ist dabei in ein „zu viel“ abgerutscht. Außerdem scheint nicht alles gut durchdacht gewesen zu sein.

Max: Ich weiß nicht, ob ich weitere Details hören will.

spa: Ich schon.

Max: Haben Sie mich nur eingeladen, um Ihren Frust bei jemandem abladen zu können?

spa: Wäre das ein Problem für Sie?

Max: Wissen Sie eigentlich, was ich in letzter Zeit durchgemacht habe?

spa: Na gut, dann reden wir halt von Ihnen.

Max: Ich rede nicht gerne über meine Vergangenheit.

spa: Ich fasse es nicht.

Max: Was geht Sie das überhaupt an? Schlimm genug, dass dieser Auflevelfritz die ganze Zeit private Details von mir erfahren will.

spa: Dafür pustet er Ihnen aber auch Staub ins Gesicht und macht Sie dadurch stärker.

Max: Tja.

spa: Stimmige Welt.

Max: Tja.

spa: Sie reden nicht gerne, oder?

Max: Nein.

spa: Außer es geht um Quizspiele?

Max: Das ist etwas anderes. Quizspiele bieten wirklich keinerlei Nutzen. Da kann ich auch Vokabeln lernen und mich diese einmal die Woche abfragen. Im Grunde kann natürlich jeder so viele Quizspiele spielen wie er will, aber dann lasst mich bitte damit in Ruhe. Ich will davon nichts wissen. Ich will nicht wissen, was ihr wisst. Ich will nicht wissen, was ihr nicht wisst. Ich will nicht wissen, was ihr darüber denkt, etwas zu wissen. Ich will nicht wissen, was ihr darüber denkt, etwas nicht zu wissen.

spa: Wenn man bestimmte Banditenlager zerstört, erhält man für die Region bestimmte Boni. Zum Beispiel wird der Schrott, den zerstörte gegnerische Fahrzeuge fallenlassen, automatisch eingesammelt, wodurch man dafür nicht mehr immer und immer wieder aus dem Auto steigen muss. Eigentlich eine schöne Sache. Das Problem ist nur, dass man durch das Zerstören von Lagern die Gegner in der betroffenen Region schwächt, wodurch weniger Patrouillen unterwegs sind, wodurch die mühselig freigeschaltete Fähigkeit irgendwann so gut wie gar nichts mehr bringt. Betritt man eine neue Region, muss man sie nämlich erst wieder freischalten. Das ergibt doch keinen Sinn!

Max: Vor allem wenn man bedenkt, wie leicht es ist, ein Quizspiel zu erstellen. Irgendwelche Fakten auf einen Haufen werfen und schon hat man einen Kassenschlager, der sich besser verkauft als andere Spiele, in die tatsächlich Arbeit gesteckt wurde. Ich kann nicht verstehen, warum Menschen Geld für Spiele dieser Art ausgeben. Auf dem Smartphone erfreuen sich diese Drecksdinger ja ebenfalls großer Beliebtheit. „Messe dich mit deinen Freunden!“ Tolle Freunde sind das. „Mal sehen, wer der Dümmere von uns beiden ist.“

spa: Wissen Sie, was mir richtig Spaß macht?

Max: Quizspiele?

spa: Gott behüte!

Max: Ich war auch gerade dabei, meine Fäuste in Ihre Richtung fliegen zu lassen.

spa: Da habe ich ja noch einmal Glück gehabt.

Max: Was macht Ihnen denn nun Spaß?

spa: Die Jagd nach Konvois. Aber nur unter bestimmten Bedingungen.

Max: Die wären?

spa: Ich versuche immer, erst alle anderen Aufgaben in der Nähe eines Konvois abzuarbeiten. Ich will nicht von Scharfschützen, Lagern oder was auch immer unterbrochen werden. Habe ich den Bereich gesäubert, geht es los. Nur ich gegen einen Konvoi.

Max: Für die uninformierten Leserinnen und Leser: ein Konvoi ist eine Kolonne von Fahrzeugen. In der Regel wird ein größerer Transporter von vielen kleineren Autos beschützt. Man selbst muss sich den Weg zum Hauptfahrzeig freikämpfen und dieses zerstören, um eine Belohnung zu erhalten.

spa: Haben Sie schon einmal darüber nachgedacht, professionell Videospiele zu rezensieren? Wie gut Sie all das gerade in wenigen Worten zusammengefasst haben, ist wirklich beeindruckend!

Max: Danke. Aber nein.

spa: Wie auch immer. Die Jagd nach Konvois macht Spaß. Dass diese lediglich im Kreis fahren, vergisst man während der Jagd schnell, wenn man alles um sie herum freigeräumt hat. Dann rede ich mir ein, ich würde die Leute gerade durch die gesamte Wüste jagen. Und es ist toll. Ganz allgemein macht das Fahren sehr viel Spaß.

Max: Das Auto ist ja auch ein essentieller Teil des Spiels. Wie es sich für einen Ableger der „Mad Max“-Reihe auch gehört.

spa: Leider ist nicht alles, was mit Fahren zu tun hat, gut. Es gibt hier und da Autorennen, wo man in bestimmte Gefährte gezwungen wird. Und diese lassen sich nicht immer gut fahren. Hin und wieder erinnern die Rennen eher an Glücksspiele als an richtige Autorennen. Entscheiden sich die KI-Fahrer, mich in den ersten zehn Sekunden zu rammen, habe ich verloren. Komme ich dagegen an ihnen vorbei, habe ich gewonnen. Das ist manchmal wirklich unglaublich frustrierend.

Max: Wissen Sie, was auch frustrierend ist?

spa: Quizspiele?

Max: Müssen Sie da jetzt schon wieder mit anfangen?

spa: Nein. Natürlich nicht. Tut mir leid.

Max: Das hoffe ich.

spa: Was ist denn frustrierend?

Max: Das habe ich jetzt vergessen. Weil Sie mich ja unbedingt an Quizspiele erinnern mussten.

spa: Möchten Sie noch ein bisschen über sich reden?

Max: Nein.

spa: Worum geht es in Ihrem Spiel eigentlich?

Max: Um mich. Und um Rache.

spa: Rache?

Max: Man hat mein Auto zerstört. Und das geht ja nun mal gar nicht.

spa: Da haben Sie natürlich recht.

Max: Außerdem habe ich jemandem eine Kettensäge in den Kopf gerammt. Haben Sie das nicht bereits erwähnt?

spa: Ja. In der Einleitung.

Max: Wir drehen uns hier im Kreis.

spa: So wie die Konvois in Ihrem Spiel.

Max: Wissen Sie, was ich an meinem Spiel mag?

spa: Nein.

Max: Die Stürme!

spa: Oh ja! Die sind wirklich cool.

Max: Man sieht die Sturmfront auf sich zukommen und plötzlich ist man umgeben von Staub, Wind und herumfliegenden Trümmern. Großartig!

spa: Und dreckig! Das muss ich ja sagen: „Mad Max“ ist ein äußerst dreckiges Spiel! Und das meine ich selbstverständlich positiv. Was halten Sie von einer Scherzfrage über Bratschen?

Max: Nicht viel. Aber ich weiß, dass man hier nicht um sie herumkommt.

spa: Mein Ruf eilt mir also voraus?

Max: So kann man es auch sagen.

spa: Was macht ein Bratscher, der mitten in seiner Solostelle eifrig in der Nase bohrt?

Max: Er holt auch das Letzte aus sich heraus.

spa: Sie kennen den Witz?

Max: „Witz“ würde ich das nicht nennen. Aber ja.

spa: Sind Sie gut in Scherzfragen.

Max: Ja.

spa: Wie kommt das?

Max: Ich bin ein ziemlich lustiger Mensch.

spa: Das ist mir auch schon aufgefallen.

Max: Danke. Werden Sie mein Spiel weiterspielen?

spa: Gute Frage. Um ehrlich zu sein, weiß ich nicht, ob ich es beenden werde. In den zwei Akten habe ich alles erledigt, was erledigt werden konnte. Und irgendwie habe ich dadurch das Gefühl, alles gesehen zu haben, was es zu sehen gibt. Natürlich wüsste ich gerne, wie die Geschichte endet. Aber ich habe einfach keine Lust mehr, das eigentliche Spiel zu spielen.

Max: Das ist sehr schade. Aber auch nachvollziehbar.

spa: Sagen Sie… mir kommt da ein Gedanke…

Max: Welcher?

spa: Sind Scherzfragen nicht auch ein ganz kleines Bisschen wie Quizfragen?

Max: Nein.

spa: Ich meine, man stellt eine…

Max: NEIN.

spa: Auf Wiedersehen.

Max: Auf Wiedersehen.

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