Fantasy Filmfest 2008 – Endanalyse

Das Filmfestival ist vorbei. Wie bereits gesagt, hat es mir besser gefallen als das letzte, wobei ich nach diesem bereits begeistert war. Ich habe abwechslungsreiche Filmkost erwartet und genau das auch bekommen.

Um den Rückblick mal wieder ein wenig lustig und interessant zu gestalten, bediene ich mich auch dieses Jahr wieder der Zahlenanalyse. Viel Spaß beim lesen!

Erst mal die Fakten

Folgende Filme habe ich gesehen (in der Guckreihenfolge mit Kategorie und Länge):

ACHTUNG: Ich zähle „Eden Lake“ und „Let the right one in“ zum „Selected Feature“ und „The Chaser“ zu „Focus Asia“, um sie bei späteren Berechnungen mit einbeziehen zu können!

Tag 1:

Eden Lake (Selected Feature, 91 min)
Shiver (Selected Feature, 91 min)

Tag 2:

Tale 52 (Selected Feature, 98 min)
XII (Selected Feature, 110 min)
Transsibirian (Selected Feature, 115 min)
Repo! The genetic opera (Selected Feature, 94 min)
It’s alive (Midnight Madness, 84 min)

Tag 3:

Mad Detective (Focus Asia, 89 min)
Mum & Dad (Fresh Blood, 85 min)
The Warlords (Focus Asia, 126 min)
Martyrs (Selected Feature, 97 min)

Tag 4:

The Substitute (Selected Feature, 93 min)
100 Feet (Selected Feature, 105 min)
The Broken (Selected Feature, 88 min)
JCVD (Fresh Blood, 96 min)
Jack Brooks: Monster Slayer (Selected Feature, 90 min)
Opapatika (Focus Asia, 110 min)

Tag 5:

The Red Inn (Selected Feature, 95 min)
Three Kingsoms: Resurrection Of The Dragon (Focus Asia, 102 min)
Get Shorty (Internationale Kurzfilme, 111 min)
Let The Right One In (Selected Feature, 114 min)
The Strangers (Fresh Blood, 85 min)

Tag 6:

The Art Of Negative Thinking (Selected Feature, 79 min)
Senseless (Selected Feature, 87 min)
Virus Undead (Fresh Blood, 92 min)
Mirrors (Selected Feature, 109 min)
The Rage (Midnight Madness, 85 min)

Tag 7:

Dance oft the Dead (Selected Feature, 95 min)
An Empress and the Warriors (Focus Asia, 95 min)
Outlander (Selected Feature, 115 min)
The Midnight Meat Train (Selected Feature, 85 min)
36 Steps (Midnight Madness, 98 min)

Tag 8:

My name is Bruce (Selected Feature, 90 min)
Cowboys, Tod und Träume (Kurzfilmprogramm, 70 min)
Acolytes (Selected Feature, 91 min)
The Chaser (Focus Asia, 123 min)

Diese 36 Filme werde ich nun in Kategorien einteilen. Um später mit ihnen ein paar Berechnungen vornehmen zu können, nummeriere ich die Kategorien folgendermaßen:

1: extrem beschissen
2: unterdurchschnittlich
3: durchschnittlich
4: überdurchschnittlich
5: großartig

Auf geht’s:

1: extrem beschissen

Tale 52 (Selected Feature, 98 min)
XII (Selected Feature, 110 min)
Virus Undead (Fresh Blood, 92 min)
36 Steps (Midnight Madness, 98 min)

2: unterdurchschnittlich

Cowboys, Tod und Träume (Kurzfilmprogramm, 70 min)

3: durchschnittlich

Shiver (Selected Feature, 91 min)
Transsibirian (Selected Feature, 115 min)
Repo! The genetic opera (Selected Feature, 94 min)
Mum & Dad (Fresh Blood, 85 min)
The Substitute (Selected Feature, 93 min)
100 Feet (Selected Feature, 105 min)
The Broken (Selected Feature, 88 min)
The Strangers (Fresh Blood, 85 min)
Senseless (Selected Feature, 87 min)
Mirrors (Selected Feature, 109 min)
Dance oft the Dead (Selected Feature, 95 min)
Outlander (Selected Feature, 115 min)
The Midnight Meat Train (Selected Feature, 85 min)
Acolytes (Selected Feature, 91 min)

4: überdurchschnittlich

Eden Lake (Opening Night, 91 min)
Mad Detective (Focus Asia, 89 min)
Martyrs (Selected Feature, 97 min)
Opapatika (Focus Asia, 110 min)
The Red Inn (Selected Feature, 95 min)
Get Shorty (Internationale Kurzfilme, 111 min)
The Art Of Negative Thinking (Selected Feature, 79 min)
An Empress and the Warriors (Focus Asia, 95 min)
My name is Bruce (Selected Feature, 90 min)

5: großartig

It’s alive (Midnight Madness, 84 min)
The Warlords (Focus Asia, 126 min)
JCVD (Fresh Blood, 96 min)
Jack Brooks: Monster Slayer (Selected Feature, 90 min)
Three Kingdoms: Resurrection Of The Dragon (Focus Asia, 102 min)
Let The Right One In (Selected Feature, 114 min)
The Rage (Midnight Madness, 85 min)
The Chaser (Focus Asia, 123 min)

Nach dieser Einteilung kommen nun die mathematischen Fakten!

Ich habe 36 Filme gesehen.
Die Dauerkarte hat 175 Euro gekostet.
Somit habe ich pro Film fast 4,87 Euro bezahlt.

Anders betrachtet:

Ein reguläres Ticket hätte 8 Euro pro Film gekostet.
Bei 36 Filmen hätte ich also 288 Euro und somit 113 Euro mehr ausgegeben.

Oder:

Bei 175 Euro für die Dauerkarte und 8 Euro regulär pro Film hätte ich zum gleichen Preis nur 21,875, also 22 Filme sehen können.
Somit habe ich 14 Filme quasi umsonst gesehen.

Gleichzeitig haben Dauerkartenbesitzer ein T-Shirt und einen Gutschein für eine kleine Tüte Popcorn erhalten. Das würde den Gesamtpreis ein wenig runter setzen, soll hier aber nicht weiter berücksichtigt werden.

Nun zu den Bewertungen.

Es gab folgende Bewertungen von mir (siehe oben):
8 mal 5 Punkte
9 mal 4 Punkte
14 mal 3 Punkte
1 mal 2 Punkte
4 mal 1 Punkt

macht 36 Bewertungen und 124 Punkte insgesamt
Somit bekommt das gesamte Festival von mir eine Bewertung von 3,444, liegt somit deutlich über einer Durchschnittswertung und gleichzeitig um etwa 0,2 Punkte über der Durchschnittswertung des letzten Jahres.

In Prozent bedeutet das:

22% bekommen 5 Punkte
25% bekommen 4 Punkte
39% bekommen 3 Punkte
3% bekommen 2 Punkte
11% bekommen 1 Punkt

Somit war 47% des Festivals überdurchschnittlich gut und nur 14% schlecht. Eine sehr gute Quote!

Nun sehe ich nach, welcher Tag die beste Durchschnittswertung erhalten hat.

Tag 1: 1×3, 1×4 = 7 Punkte insgesamt, macht 3,5 Punkte im Durchschnitt
Tag 2: 2×1, 2×3, 1×5 = 13 Punkte insgesamt, macht 2,6 Punkte im Durchschnitt
Tag 3: 1×3, 2×4, 1×5 = 16 Punkte insgesamt, macht 4,0 Punkte im Durchschnitt
Tag 4: 3×3, 1×4, 2×5 = 23 Punkte insgesamt, macht 3,8 Punkte im Durchschnitt
Tag 5: 1×3, 2×4, 2×5 = 21 Punkte insgesamt, macht 4,2 Punkte im Durchschnitt
Tag 6: 1×1, 2×3, 1×4, 1×5 = 16 Punkte insgesamt, macht 3,2 Punkte im Durchschnitt
Tag 7: 1×1, 3×3, 1×4 = 14 Punkte insgesamt, macht 2,8 Punkte im Durchschnitt
Tag 8: 1×2, 1×3, 1×4, 1×5 = 14 Punkte insgesamt, macht 3,5 Punkte im Durchschnitt

Der beste Tag war somit Tag 5. Hinten anstellen darf sich Tag 2.

Das gleiche mache ich nun noch einmal mit den unterschiedlichen Kategorien.

Es gab:

Selected Feature
Focus Asia
Midnight Madness
Fresh Blood

Ich lasse die Kurzfilme mal außen vor. Es geht nur um „richtige“ Filme.

Folgende Punkte wurden verteilt:

Selected Feature: 2×1, 12×3, 5×4, 2×5 = 68 Punkte insgesamt, macht 3,2 Punkte im Durchschnitt
Focus Asia: 3×4, 2×5 = 22 Punkte insgesamt, macht 4,4 Punkte im Durchschnitt
Midnight Madness: 1×1, 2×5 = 11 Punkte insgesamt, macht 3,7 Punkte im Durchschnitt
Fresh Blood: 1×1, 2×3, 1×5 = 12 Punkte insgesamt, macht 3,0 Punkte im Durchschnitt

Somit war die Fresh Blood Kategorie punktetechnisch am schlechtesten. Die unausgeglichene Zahlenverteilung ist natürlich ein Kritikpunkt dieser Berechnung, doch Zahlen sind unfehlbar und lügen nie. Und wenn die „schlechteste“ Bewertung der Durchschnitt ist, kann es ja nicht so schlimm gewesen sein.

Nun möchte ich die Bewertungen auch mal kurz ignorieren. Schließlich gibt es da noch den Faktor Zeit.

Insgesamt war ich 3483 Minuten im Kino. Ich berücksichtige hier erst einmal nur die Länge der Filme, die im Programmheft angegeben ist. Das sind 58,05 Stunden oder auch 2,42 Tage, die ich im Kino war. Am Tag macht das einen Durchschnitt von 435,38 Minuten, bzw. 7,26 Sunden im Kino.

Ein Film dauerte im Durchschnitt also 96,75 Minuten, bzw. 1,61 Stunden.

Nun beziehe ich die Zeiten auf die Bewertungen:

398 Minuten bekamen 1 Punkt, das sind 11,43%.

70 Minuten bekamen 2 Punkte, das sind 2,01%.
1338 Minuten bekamen 3 Punkte, das sind 38,42%.
857 Minuten bekamen 4 Punkte, das sind 24,61%.
820 Minuten bekamen 5 Punkte, das sind 23,54%.

Somit waren lediglich 13,44% der Kinozeit Verschwendung. Ganze 48,15% der Zeit war überdurchschnittlich gut. Wenn sich das nicht gelohnt hat, weiß ich auch nicht.

Nun noch etwas interessantes zum Faktor Zeit:

Wenn man die Wartezeiten zwischen den Filmen miteinbezieht war ich an den jeweiligen Tagen so lange im Kino:

Tag 1: 241 Minuten
Tag 2: 624 Minuten
Tag 3: 517 Minuten
Tag 4: 755 Minuten
Tag 5: 610 Minuten
Tag 6: 625 Minuten
Tag 7: 638 Minuten
Tag 8: 558 Minuten

Nun addiere ich eine durchschnittliche Fahrtzeit von 30 Minuten dazu (zur Bahn, Fahrt, zum Kino und wieder zurück). Gleichzeitig gehe ich von einer durchschnittlichen Schlafzeit von 8 Stunden aus (kommt etwa hin, etwa 2-3 Uhr schlafen, 10-11 Uhr aufstehen). 30 Minuten + 480 Minuten = 510 Minuten.

Tag 1: 241 Minuten + 510 Minuten = 751 Minuten
Tag 2: 624 Minuten + 510 Minuten = 1134 Minuten
Tag 3: 517 Minuten + 510 Minuten = 1027 Minuten
Tag 4: 755 Minuten + 510 Minuten = 1265 Minuten
Tag 5: 610 Minuten + 510 Minuten = 1120 Minuten
Tag 6: 625 Minuten + 510 Minuten = 1138 Minuten
Tag 7: 638 Minuten + 510 Minuten = 1148 Minuten
Tag 8: 558 Minuten + 510 Minuten = 1068 Minuten

Das macht 8651 Minuten, die ich in 8 Tagen im Kino, auf dem Weg dorthin oder schlafend verbracht habe. Am Tag also 1082 von 1440 Minuten. Ich hatte also täglich 358 Minuten (fast 6 Stunden), die ich für andere Sachen nutzen konnte. 75% des Tages war ich weg.

Beachte ich bei dieser Rechnung den Eröffnungstag nicht, da dieser erst Abends anfing und nur zwei Filme ausgestrahlt wurden, bedeutet das sogar, dass ich 7900 Minuten in 7 Tagen geschlafen oder geguckt habe. Das sind 1129 von 1440 Minuten am Tag. Das macht 311 Minuten (5,2 Stunden), die ich „frei“ hatte. 78% des Tages war ich weg.

In dieser Zeit habe ich mich übrigens größtenteils über gesehene Filme unterhalten oder die Tagesberichte auf dieser Seite verfasst. Ich nutze diese Zahlenfakten, um mich für Formulierungsschwächen zu entschuldigen.

Abschlusszahlen:

Mein aktueller Festivalrekord lautet also 36 Filme in 8 Tagen. Das letzte Jahr habe ich um einen Film geschlagen.

Auch der Tagesrekord wurde um „1“ erhöht. Ich habe einmal 6 Filme an einem Tag gesehen.

Fazit:

Das Festival war großartig. Die Zahlen zeigen es. Doch auch abseits dieser vollkommen sinnentleerten Zahlenspielereien muss ich sagen, dass das Festival großartig war. Es war von allem etwas dabei und ich habe mich selten so unterhalten gefühlt. So wenige wirklich schlechte Filme gab es letztes Jahr nicht und darum freue ich mich schon auf nächstes Jahr, wenn es wieder heißt: 75% Tagesverschwendung, 8 Tage lang!

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