Der Bankraub

Guten Tag.

Mein Name ist spa. Ich bin eigentlich ein ganz normaler Mensch. Bis auf die Tatsache, dass ich momentan im Knast hocke. Warum? Weil ich eine Bank ausgeraubt habe. Oder besser, ich wollte es versuchen. Da ist nämlich einiges schief gelaufen. Was genau? Das werde ich ihnen jetzt erzählen:

Es war einmal … nein, fangen wir anders an. Das hört sich ja so an, als ob es nur so ein langweiliges Märchen wäre, das von einem kleinen kranken 16 jährigen Jungen geschrieben wurde. Also fangen wir noch mal von vorne an.

An einem schönen … na ja, OKOK, so schön war der Tag jetzt auch wieder nicht … also:

An einem nicht ganz so schönen Tag … hört sich irgendwie total beschissen an. Also noch mal von vorne *hust*:

Eines Morgens … aahh, das hört sich schon besser an. Also:
Eines Morgens wache ich auf. Ich stehe auf und wasche mich. Dann gehe ich zum Bäcker … hmmm, ich glaube das interessiert hier keinen. Schließlich geht es ja eigentlich nur darum, wie das jetzt mit diesem Bankraub war. Am besten fange ich einfach da an, als ich vor der Bank stand. OK, los geht´s:

Vor der Bank also setzte ich mir meine Maske auf … es war übrigens eine tolle Maske. Es war das Gesicht eines Clowns. Mit grünen Haaren und einer roten Nase und schwarz umrandeten Augen. Ich hatte sie schon in meiner Jugend getragen. Ein Geschenk meiner Mutter als ich 5 war. Sie sagte, dass sie mir … oh, ich komme schon wieder vom Thema ab.

Jedenfalls setzte ich mir meine schöne Maske auf. Dann kontrollierte ich noch mal alle meine Sachen. Im Rucksack hatte ich: Eine Alditüte … hmmm, ist das erlaubt, an dieser Stelle Produktnamen zu nennen? Wenn nicht, korrigiere ich meine Aussage und sage einfach: „eine große Plastiktüte“ … Wo war ich? Ach ja, bei meinen Sachen.

Also. Ich hatte eine Plastiktüte. Dann noch einen Spielzeugrevolver. Den hatte ich auch schon in meiner Kindheit. Ein tolles Ding. Mit meinen Freunden hatte ich immer Polizei damit gespielt. Auf den ersten Blick würde es bestimmt nicht auffallen, dass er in Wirklichkeit nur eine Fälschung war. Damit hatte ich schon mal als Kind einen Polizisten erschreckt. Das war ein Spaß. Ich ging mit dem Revolver so durch die Straßen und sah dann diesen Polizisten. Ich zückte also meine „Waffe“ und schrie „Keine Bewegung oder ich schieße!“ Der Polizist erschrak und … oh. Schon wieder vom Thema abgekommen. Wo war ich denn jetzt? Am besten noch mal von vorne…

Ich stand vor der Bank und setzte meine Maske auf. Dann überprüfte ich meine Sachen. Ich hatte eine Plastiktüte eines Warenhauses, dessen Namen ich hier nicht erwähnen möchte, und eine Spielzeugpistole bei mir. Und sonst? Eigentlich nichts. Denn schließlich hatte meine Mutter schon immer gesagt, dass man nur so viel nehmen solle, wie man auch wirklich brauche. Wann sie das gesagt hatte? Das fällt mir gerade ein. Das war zum ersten Mal als ich fünf war. Da saßen wir in einem Restaurant und ich wollte noch eine Portion Fritten haben. Doch sie sagte, dass ich „nur so viel essen solle, wie ich auch brauche“. Dieser Spruch begleitet mich schon mein Leben lang. Und er hat mir auch oft geholfen. Als ich z.B. … oh. Schon wieder auf dem falsches Weg! Wo war ich? Ach ja!

Ich stand vor der Bank mit der Maske und der Pistole und der Tüte und wollte gerade rein gehen, als ich plötzlich einen Polizisten, der vor der Bank stand, anrempelte und dieser mich sofort festnahm.

So. Das war also meine Geschichte, wie es zu diesem Bankraub kam und warum ich im Gefängnis sitze. Ich hoffe, es hat ihnen gefallen, denn sie werden jetzt erst mal längere Zeit nichts mehr von mir hören…

Obwohl, habe ich eigentlich schon erzählt, wie ich damals…

Und die Moral von der Geschicht‘:

Wer zu viel denkt, der kommt nicht weit
und verschwendet zu viel Zeit…

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