Bobos Filmbox – 2016-02 – Oben Edition – #9 – Pitch Black: Planet der Finsternis

Bobos Filmbox - 2016-02 - Oben Edition - #9 - Pitch Black: Planet der Finsternis

/// ZiB

Vin Diesel kannte ich bisher nur aus den Meilensteinen der intellektuellen Kinounterhaltung „Triple X“ und „The Fast and the Furious“, aber den Film, der ihm den Durchbruch bescherte, hatte ich nie gesehen. Zeit, das zu ändern!

Bobos Filmbox - 2016-02 - Oben Edition - #9 - Pitch Black: Planet der Finsternis

In „Pitch Black: Planet der Finsternis“ muss ein Raumschiff mit einem bunt zusammengewürfelten Haufen Passagiere auf einem im wahresten Sinne düsteren Planeten notlanden. Dort wimmelt es nicht nur vor gefährlichen Kreaturen, die das Licht scheuen, sondern es steht auch eine längere Sonnenfinsternis bevor. Keine gute Kombination. Gut, dass Riddick an Bord war! Der gesuchte Schwerverbrecher mit den Nachtsichtaugen wurde gefangen genommen und sollte eigentlich wieder hinter Gitter wandern. Er will die Notlandung natürlich ausnutzen, um zu entkommen. Aber ohne zusammenzuarbeiten, wird wahrscheinlich niemand lange überleben.

Ein fremder Planet mit fiesen Aliens… das ist hübsch in Szene gesetzt, aber ähnliches kennt man eigentlich schon. Was mir im Gedächtnis bleiben wird, ist Riddick. Ein interessanter Charakter, weil er bis zum Ende kein Sympathiebolzen wird. Zwischendurch blitzt zwar ein bisschen Menschlichkeit auf, aber die muss konsequenterweise immer wieder Platz für den den Knallharten Grummelmuckimann machen. Riddick ist keiner, der irgendwann das niedliche Kätzchen aus dem brennenden Haus rettet, weil er eine unrealistische Wandlung durchmacht. Aber man kann trotzdem mit ihm mitfiebern. Dazu kommt, dass er mit seiner Fähigkeit, im Dunkeln sehen zu können, natürlich hervorragend in die Handlung passt.

Zugegeben, die Charaktere sind ansonsten nicht das Nonplusultra an Einfallsreichtum. Aber man kann die meisten zumindest gut voneinander unterscheiden, weil jeder eine eigenen Klischee-Eigenschaften mit auf den Weg bekommen hat. Ansonsten gibt es ordentlich Monster-Action und bunte Lichteffekte zu bestaunen.

„Pitch Black“ unterhält zwar nicht gerade auf hohem Niveau, aber er unterhält ziemlich gut.

/// spa

Da hat der gute Riddick ja noch einmal Glück gehabt, dass er nicht in „Pitch White: Planet der Helligkeit“ gelandet ist. Das wäre ja was geworden. Was der Gute wohl von Gewittern hält? Eigentlich ganz angenehm, nur ständig diese blöden Blitze! Meine armen Superaugen! Aber selbstverständlich muss sich unser Held über solche Dinge keine Gedanken machen. Er ist auf genau dem richtigen Planeten gelandet, um als Actionheld das Publikum zu unterhalten.

Und das gelingt ihm ganz gut. Dass Riddick bis zuletzt nicht viel darauf gibt, Sympathiepunkte einzuheimsen, war gut. Nur sein stets miesgelauntes Gemüt ging einem dabei hin und wieder auf die Nerven. Ja, ich weiß, dass du ziemlich hart bist und viel durchgemacht hast, aber zeig doch nur ein einziges Mal nur einen Funken Lebensfreude! Oder wäre auch dieser Funken zu viel für deine Augen?

Im Grunde ist „Pitch Black“ nichts Besonderes. Menschen auf fremdem Planeten, die gegen Aliens kämpfen. Das mit der Dunkelheit war immerhin eine gut Idee und letztendlich kann man gegen Actionfilme mit Muskelmännern sowieso nichts sagen. Zumindest nicht, wenn man in meiner Haut steckt. Langeweile kommt nicht auf, nur das Geschwafel über Gott und die Welt kann einem auf die Nerven gehen. Doch muss man in diesen Momenten ja nicht zu genau hinhören. Seht lieber hin, denn die Aliens haben mir sehr gefallen.

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