Bobos Filmbox – 2015-01 – Red Edition – #15 – Die Nacht der Creeps

Bobos Filmbox - 2015-01 - Red Edition - #15 - Die Nacht der Creeps

/// ZiB

Ein großes Dankeschön an Andreas, der unsere Halloween-Aktion mit diesem Film unterstützt hat! Ich hatte Gutes von „Die Nacht der Creeps“ gehört, aber bisher leider nie die Gelegenheit gehabt, ihn zu sehen. Als die DVD überraschend bei uns eintrudelte, wurde sie selbstverständlich noch am selben Abend eingelegt.

Bobos Filmbox - 2015-01 - Red Edition - #15 - Die Nacht der Creeps

Ich war eigentlich nie ein besonderer Fan von Teeniefilmen, aber Teeniefilme der 80er haben einen speziellen Charme. „Die Nacht der Creeps“ vermischt diesen mit einer Zombiegeschichte, die klassischen B-Movies alle Ehre macht. Und das macht Spaß!

Der Film beginnt mit einer Schwarz-Weiß-Rückblende in die 50er Jahre. Ein außerirdischer Parasit infiziert einen jungen Mann, dessen teifgekühlter Leichnahm 27 Jahre später von zwei Studenten geklaut werden soll. Sie wollen einer Studentenverbindung beitreten, um ein Mädchen zu beeindrucken, und dazu bekommt man ja gerne mal merkwürdige Aufgaben gestellt. Der Leichenraub entpuppt sich allerdings nicht nur als gruselige Mutprobe, sondern als sehr gefährlich. So ganz tot ist der Körper nämlich nicht, und als sie ihn auftauen, macht er sich selbstständig. Wen er tötet, der wird selber von dem Parasiten infiziert und verwandelt sich in einen mörderischen Zombie.

Der schüchterne Protagonist heißt übrigens Chris Romero und sein bester Kumpel James Carpenter Hooper. Viele Namen sind Anspielungen auf Regisseure des Horror-Genres. Man merkt, dass es zwar keine teure Produktion war, aber eine mit viel Herzblut. Die handgemachten Effekte fand ich ebenfalls ziemlich sympathisch. Teilweise waren mir die Dialoge aber dann doch etwas zu blöd, was vor allem dem Teeniekomödien-Anteil geschuldet ist. Nicht dass die Charaktere unsympathisch wären, aber oft fand ich Sprüche nicht so witzig, wie sie wahrscheinlich gedacht waren. So geht es mir aber fast immer bei diesem Genre, es ist einfach nicht meins.

Zusammengefasst hatte ich aber trotzdem Spaß, denn die Geschichte ist mal ein bisschen anders aufgebaut, als üblich, und die Mischung aus den unterschiedlichen Genres funktioniert sehr gut. Ein kleines Faible für die 80er schadet sicher auch nicht.

/// spa

Das von ZiB angesprochene Faible für die 80er ist bei mir zunächst einmal nicht sehr ausgeprägt. Somit hatte es „Die Nacht der Creeps“ nicht gerade leicht bei mir. Irgendwie wollte die Geschichte um die jugendlichen Außenseiter, die angebetete Superfrau und die Studentenverbindung so gar nicht bei mir zünden. Ich langweilte mich zwar nicht und schlecht war das Ganze nun auch nicht, doch irgendwie nervte es manchmal.

Was die ganze Geschichte für mich jedoch rettete, waren die Monstereffekte. Mit richtigen Zombies hatte man es hier natürlich nicht zu tun, da die menschlichen Körper eher als Hüllen für das Killergewürm dienten, das sie nutzte, um sich durch die Gegend zu bewegen. Das Kopfaufgeplatze hat mir sehr gut gefallen, die kleinen Würmer ebenfalls.

Jedoch sollte „retten“ hier nicht missverstanden werden: Leider hinterließ „Die Nacht der Creeps“ bei mir keinen sehr positiven Eindruck, was wie angesprochen an den mir unsympathischen Charakteren lag. Es war mir wirklich egal, wer am ende tot oder lebendig aus der ganzen Sache herausgeht, was bei einem Horrorfilm, auch wenn er Anteile einer Komödie hat, kein gutes Zeichen ist. Trotzdem kann man sich das Filmchen definitiv einmal ansehen. Es hat seine Momente.

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