Bobos Filmbox – 2015-01 – Red Edition – #14 – Kampf der Welten

Bobos Filmbox - 2015-01 - Red Edition - #14 - Kampf der Welten

/// spa

Manchmal sitze ich auf meinem Sofa in Bad Vilbel, sehe aus dem Fenster in den Himmel und überlege, ob wir alleine sind. Dann sehe ich den guten Bobo vor mir sitzen und weiß, dass ich nicht alleine bin. Dann zieht Bobo einen Schrott aus seiner Filmbox wie „Return of the Killer Shrews“ und ich wünsche mir mehr Einsamkeit. Heute war Bobo aber deutlich netter zu uns. Und die Frage nach dem Alleinsein hat er dann auch gleich mitbeantwortet.

Bobos Filmbox - 2015-01 - Red Edition - #14 - Kampf der Welten

Denn wir sind nicht allein. Es gibt sie, die Außerirdischen, und seit „Akte X“ üben diese eine ungemeine Faszination auf mich aus. Ich mag Aliens und vor allem mag ich Alienfilme. Als Bobo „Kampf der Welten“ zog, freute ich mich auf diesen Klassiker, den ich bisher lediglich in Ausschnitten gesehen hatte. Das war damals nämlich so ein Trend an meiner Schule. Frauen druckten sich Filmszenen aus „Kampf der Welten“ aus und steckten sie sich in den Ausschnitt. Bitte schön. Der war jetzt für alle, die spa-zone.de irgendwann einmal lustig fanden.

In „Kampf der Welten“ landen auf einmal Meteoriten auf der Erde. Ja, sie landen. Sie schlagen nicht ein. Denn eigentlich sind es vom Mars stammende Raumschiffe einer außerirdischen Bedrohung. Die Menschheit versteht das selbstverständlich erst, als die ersten Laserstrahlen ihre Gesichter verwüsten. Nun gilt es, eine Lösung zu finden. Ein Top-Wissenschaftler lässt sich unter enormen Anstrengungen von einer Frau bewirten, die übrigens verdammt guten Kaffee kochen kann. Währenddessen rennt er herum und sucht noch ein wenig weiter.

Das Problem an „Kampf der Welten“ sind die Menschen. Sie wirken wie seelenlose Schauspielerhüllen, die mir kein einziges Mal sympathisch waren. Die meisten Leute gucken grimmig oder weinen, letzteres vor allem, wenn sie Frauen sind. Über Rollenbilder möchte ich an dieser Stelle nicht sinnieren und einfach sagen, dass der Film sehr alt wirkte. Der Top-Wissenschaftler hatte die ganze Zeit irgendwelche Ideen, letztendlich endete es aber immer damit, dass man die außerirdischen Raumschiffe mit allem beschoss, was man gerade so dabei hatte. Ein paar Szenen, beispielsweise die absurde Flucht im Flugzeug, wirkten unfreiwillig komisch.

Der Höhepunkt waren ganz klar die Außerirdischen und deren Zerstörung. Die Raumschiffe der Aliens kannte ich bereits aus Vorschaubildern und den bereits beschriebenen Ausschnitten meiner ehemaligen Mitschülerinnen. Ich mag sie, also die Raumschiffe. Auch die Effekte können sich sehen lassen, wenn man etwas mit zerstörten Miniaturstädten anfangen kann und nicht gleich laut „Wie alt das ist!“ durch die Gegend brüllen muss.

„Kampf der Welten“ ist ein nettes, kleines Alienfilmchen, mit schwachen Charakteren, aber starken Außerirdischen. Das Ende, von dem bestimmt viele Filmfreunde bereits gehört haben, fand ich gut, da es einfach mal etwas Anderes war (nur weil ich davon ausgehe, dass viele es kennen, muss ich es ja noch lange nicht hier hinschreiben). Grundsätzlich habe ich mich nicht gelangweilt. Nur hätte ich mich über bessere Darsteller und eine etwas abwechslungsreichere Geschichte sehr gefreut.

/// ZiB

Steven Spielbergs Remake mit Tom Cruise fand ich damals ganz okay. Und das Original ist auch ganz okay.

Was mir an der Geschichte sehr gefällt, ist die Hilflosgkeit, mit der die Menschen der Alieninvasion ausgeliefert sind. Die Versuche, zu kämpfen, enden ziemlich schnell in einem panischen Versteckspiel. Hier gibt es nicht die klassischen Helden, auch wenn der Wissenschaftler natürlich indirekt diese Rolle übernimmt, weil er die Frau beschützen darf. Die bedrohliche Stimmung macht „War of the Worlds“ jedenfalls zu einem Katastrophenfilm, und das finde ich interessant. Und ein Highlight sind tatsächlich die Raumschiffe, die einen schicken Stil haben und für die damalige Zeit ziemlich gut aussehen.

Problematisch ist aber auch für mich gewesen, dass „Kampf der Welten“ ziemlich altbacken wirkt. Bei Filmen, die so viele Jahre auf dem Buckel haben, finde ich Remakes sogar vertretbar.

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