Stalkerprobleme #3 – Ein Monat voller Angst

Vor einem Monat wandte ich mich nach Jahren des Stillhaltens endlich wieder an die Öffentlichkeit. Es war an der Zeit, wieder über meinen Stalker zu reden. Und das tat ich. Und wie es sich für eine Internetseite mit einer Masse imaginärer Anhänger im Rücken gehört, schlug der Beitrag ein wie eine Bombe. Die Öffentlichkeit kontaktierte mich, um sich in Dinge einzumischen, die sie eigentlich gar nichts angingen. Aber es war ja nett gemeint. Keine vierundzwanzig Stunden nach Veröffentlichung des Beitrags klingelte mein Telefon.

Da Telefonate wie Würste sind und zwei Enden besitzen, befand sich an dem Ende das ich nicht an mein Ohr drückte der Polizeioberhauptkommissarbe-undabstecher meiner Heimatstadt, der mir versprach, umgehend die Ermittlungen aufzunehmen und den Fall für immer zu einer Landung zu machen, um meinen Sturz in den Abgrund des Wahnsinns endlich zu stoppen. Große Worte. Aber warum nicht? Ich wollte nicht mehr still sein. Ich wollte nicht mehr fallen. Es musste endlich enden.

So ging ich erneut in meinen Garten und sah an den Ort, an dem ich den gemeinen Übeltäter zuletzt gesehen hatte. Doch er war nicht mehr da.

Stalkerprobleme

Hatte er meinen Artikel gesehen? Hatte er Angst bekommen? Es dauerte ein paar Sekunden, bis ich verstand, was geschehen war.

Stalkerprobleme

Er war noch da. Ja, er hatte meinen Artikel gelesen. Und er hatte Vorkehrungen getroffen, um von der Polizei nicht mehr gefunden zu werden.

Stalkerprobleme

Cleveres Kerlchen. Doch er hatte die Rechnung ohne meine Adleraugen gemacht. Schnell schoss ich ein paar Beweisfotos und faxte sie an die Weiterleitungsstelle der Polizei, die mir umgehend per Postkarte mitteilte, dass ich doch bitte aufhören solle, ihnen irgendwelche Faxe auf die Festnetztelefonnummer zu schicken.

Stalkerprobleme

Ich glaube, dass sich der Fall jetzt in guten Händen befindet. Zwar habe ich seit einem Monat nichts mehr von der Polizei gehört, doch deute ich dies als gutes Zeichen, da die Polizei vermutlich gerade dabei ist, einen Maulwurf aus irgendeinem Vorgarten zu zerren und in die oben abgebildete Mülltonne zu schmeißen, da Menschen dort ganz offensichtlich nicht hineinpassen.

Aktuell bleibt mir nichts anderes übrig als abzuwarten. Trotzdem möchte ich diesen Artikel schreiben. Um allen da draußen zu zeigen, dass die Situation noch nicht vollkommen hoffnungslos ist. Ich bin mir sicher, dass ich diese Gefahrensituation abwehren kann. Drückt mir die Daumen. Ich kann es brauchen. Und ich werde euch weiterhin auf dem Laufenden halten.

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