Power Rangers vs. Kyoryu Sentai Zyuranger – Teil 3 (9/9)

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Der Titan wird voll getroffen und löst sich auf.

Power Rangers vs. Kyoryu Sentai Zyuranger - Teil 3

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Gewonnen!

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Siegerpose!

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Rita ist alles andere als erfreut.

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Die Rangers legen ihre Rüstungen ab und rennen winkend aufeinander zu.

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Getreu dem Motto „Gemeinsam sind wir stark.“ feiern sie ihren Sieg.

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Und am Ende sehen wir wieder mal ein „Fortsetzung folgt“ am Bildrand auftauchen.

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Das war also der Kampf in der Originalfassung. In Amerika läft das Ganze ziemlich ähnlich ab. Es wurden ein paar Details rausgeschnitten. Man sieht zum Beispiel nicht, wie der Schuss des roten Rangers das Auge des Titanen in Flammen setzt. Auch seine Landung nach der Befreiung ist nicht zu sehen, vermutlich weil der blaue Ranger hier das Shuttle sehr auffällig in Händen hält.

Es sollte nun niemanden überraschen, dass das Shuttle und die Kinder keine Rolle mehr spielen. Dadurch fehlt die Szene, in der die Rangers das Shuttle auf den Titanen schießen, komplett. Hier entscheidet der rote Ranger den Kampf einfach nach einigen Schlägen für sich. Die gesamte Teamarbeit fehlt. Der rote Ranger gewinnt alleine. Gut, dafür hat Trini ja zuvor ihre Höhenangst überwunden, um Billy zu retten. Das lasse ich als Ausgleich gelten.

Nicht gelten lasse ich dagegen die Zordgeschichte. Nachdem sich der rote Ranger aus den Klauen des Titanen befreit hat, passiert nämlich das hier. Der Ränger hebt die Hand und ruft: „Zordon! Wir brauchen Dino-Zord-Power!“

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Das war´s. Der T-Rex erscheint und der Kampf beginnt. Keine Höhle, keine gefährliche Lage. Der rote Ranger weiß, dass es den Zord gibt und ruft ihn wie selbstverständlich. Im Original haben wir es hier (wenn man nichts über die Serie weiß) mit einem ziemlichen Höhepunkt zu tun. Nicht einmal die Rangers wissen, dass sie die Zord rufen können. Der Zord erscheint von sich aus, da die Situation extrem brenzlich ist. In der vorherigen Episode konnten die Rangers sich dank den erhaltenen Anzügen verteidigen. Jetzt rettet sie ein Zord.

In Amerika ist man vermutlich ein wenig enttäuscht, weil man nur einen einzigen Zord zu Gesicht bekommt. Erinnern wir uns doch mal an die vorherige Episode. Wir sehen alle Zords, die Panzerformation und den Megazord mit seinem Schwert. Und jetzt? Nur ein einziger Zord? Öde.

Ich finde es faszinierend, wie unterschiedlich die beiden Serien ihren Spannungsboden aufgebaut haben. In Amerika wollte man so schnell wie möglich alles zeigen. Vermutlich, damit die Zuschauer weiterhin einschalten. In Japan dagegen wird alles nach und nach aufgebaut. Ich werde mich da später noch einmal zu äußern.

Noch eine Kleinigkeit: In der amerikanischen Fassung sieht man nicht, wie der T-Rex-Zord auf den Boden schießt. Man sieht die Landung und die Druckwelle. Der Schuss dagegen wurde rausgeschnitten. Warum auch immer.

Nun gut. In Amerika ist die Episode nach dem Kampf jedenfalls noch nicht vorbei. Wir müssen noch einmal in die Trainigshalle / Saftbar.

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Billy erzählt, dass seine selbstgebaute Uhr nun richtig funktioniert.

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Dann bedankt er sich bei Trini für ihre Hilfe. Währenddessen schleicht sich Zack von hinten an sie heran.

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Er setzt sich eine Skelettmaske auf.

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Und erschreckt Trini. Die klettert in Panik das Seil aus der Anfangsszene der Folge hinauf.

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Alle lachen. Trini scheint ihre Höhenangst überwunden zu haben.

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Trini weiß genau, wie sie zu reagieren hat.

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Ende.

Und mit diesem Blick haben wir auch die zweite Episode hinter uns gebracht. Zusammenfassung? Gerne.

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Die Unterschiede

Letztendlich sehen wir, welche Probleme es einer Serie wie Power Rangers bereiten kann, wenn man Handlungsstränge herausschneidet, um sie einem anderen Publikum schmackhaft zu machen. Es kann zu Anschlussfehlern kommen oder in fragwürdigen Änderungen (Spaceshuttle = Zeitfalle) enden. Das sind alles offensichtliche Probleme.

Viel interessanter finde ich jedoch, wie unterschiedlich der jeweilige Sender seine Zielgruppe einschätzt. Um ehrlich zu sein, halte ich das Original für die bessere Serie. Ich mag die Cliffhanger am Ende und ich liebe den langsamen Aufbau, der das Auftreten der Zords und viele andere Dinge zu etwas Besonderem macht. Wisst ihr, wann wir hier zum ersten Mal den guten, alten Megazord zu Gesicht bekommen? In Episode Nummer 6. Bis dahin müssen sich die Rangers immer größeren Herausforderungen stellen. Megazord ist eine ziemlich große Sache und die sollte man nicht schon in der ersten Episode verbraten. In Amerika war man sicherlich enttäuscht, dass man in der zweiten Episode lediglich den T-Rex-Zord zu sehen bekam. Die erste Folge hatte Größeres angekündigt.

Was mir im Original ebenfall besser gefällt: In fast jeder Folge sind Kinder in Gefahr. Natürlich richtet sich die Serie dadurch an ein jüngeres Publikum und es geht mir in dem Punkt auch nicht darum, dass ich sofort anfange zu weinen, wenn ein Kind in gefahr ist. Es geht um etwas anderes. Im Original kämpfen die Rangers für jemanden. In der amerikanischen Fassung kämpfen sie eher gegen jemanden, um genauer zu sein natürlich gegen Rita. Selbstverständlich sind ihre Monster auch in Amerika eine Bedrohung für die Menschheit, dennoch geht es hier nur selten um Einzelschicksale. „Da ist ein großes Monster, auf in den Kampf!“, fasst es vermutlich gut zusammen. Im Original sieht man, wer in Gefahr ist. Für mich macht das einen großen Unterschied aus.

Die Verlegung der Geschichte an eine Highshool kann man wiederum so oder so sehen. Ich habe schon einmal gesagt, dass die amerikanischen Power Rangers von Beginn an mehr Persönlichkeit ausstrahlen. Natürlich wird hier mit Klischees gespielt, bei einer Serie für ein jüngeres Publikum ist das jedoch nicht allzu schlimm. Leider hat man nicht auf „Slapstick-Humor“ verzichten wollen. Einige Momente sind richtiggehend albern. Es muss doch nicht immer jemand hinfallen, oder? Dass diese Szenen dann auch noch mit „lustiger Zirkusmusik“ untermalt werden, ist ebenfalls überflüssig.

Aber das sage ich heute. Ich gehe auf die Dreißig zu. Und seien wir ehrlich: Als Kind hat mich all das nicht gestört. Ich habe mich von der Serie gut unterhalten gefühlt. Ich habe jede Folge erwartet und verschlungen. Ich habe mit meinen Freunden auf dem Schulhof Power Rangers nachgespielt. Diese Analyse beschreibt meine heutige Sicht auf die Power Rangers, nicht meine damalige.

Es ist ganz bestimmt nicht in meinem Sinne, die Serie schlecht zu machen. Obwohl ich die Probleme kenne, auf die die Produzenten damals stießen, kann ich auch heute noch eine „Power-Rangers“-Folge sehen und Spaß an ihr haben. Das Original gehört nun auch nicht zu den anspruchsvollsten Kinderserien der Welt. Auch sie ist hin und wieder albern. Und auch in ihr geht es um Dinosaurierroboter, die sich zu Panzern zusammensetzen und andere, noch größere Roboter bilden können.

Mein Ziel war es, die Unterschiede beider Fassungen aufzuzeigen und damit zu verdeutlichen, was für Änderungen man an einer Serie vornehmen muss (oder will), um sie an eine andere Zielgruppe und Nation anzupassen.

Zum Abschluss nun noch einmal eine Grafik, die die Handlungsstränge beider Versionen zusammenfasst.

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Ende

Und mit dieser Monstergrafik möchte ich mich für heute von euch verabschieden. Mir hat das Estellen dieser Übersicht, trotz aller Mühen, sehr viel Spaß gemacht und ich persönlich bin mit dem Ergebnis mehr als zufrieden. Ich muss aber zugeben, dass ich nun erst einmal genug von detaillierten „Power Rangers“-Analysen habe. Ich freue mich darauf, euch in den nächsten Wochen viele weitere Monster vorzustellen, ohne auf die Logik der Handlung achten zu müssen. Und solltet ihr selbst einmal wieder eine Folge sehen und auf irgendwelche Ungereimtheiten stoßen, dann denkt einfach an diese Zusammenfassung. Eine Serie wie die „Power Rangers“ zu erstellen, wenn man nur die Kampfszenen einer japanischen Vorlage verwenden kann, ist alles andere als einfach.

Zum Abschluss noch eine kleine, lustige Information: Die „Power Rangers“ wurden in ihrer amerikanischen Form auch in Japan ausgestrahlt. Man hat die Serie also quasi zurückimportiert. Natürlich hat man sie vorher neu synchronisiert. Wahnsinn.

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