Das Bronzen

Hier gibt es jetzt die ultimative Anleitung zum „Bronzen“.

Was ist das Bronzen? Ganz einfach: Ein Kartenspiel, welches ich mit einem Deppen entwickelt habe und welches uns so gefallen hat, dass wir es gleich mal hier erklären wollen
Da diese Erklärung aber eh niemand rallen wird… ach… egal…

Schritt 1: Die Kartenverteilung
Schritt 2: Der erste Spielzug
Schritt 3: Der „Einzel“
Schritt 4: Ein „Color“
Schritt 5: Ein „Counter“
Schritt 6: Ein „Double C“
Schritt 7: Der „Jay“
Schritt 8: Der „Bunker“
Schritt 9: Das „Doublen“
Schritt 10: Die letzte Karte
Schritt 11: Wer gewinnt das Spiel?
Schritt 12: Die Punkteverteilung

Schritt 1: Die Kartenverteilung

Gespielt wird das Spiel von 2 Personen. Man benötigt 2 Canasta-Kartenspiele, also 110 Karten.

Es gibt folgende Karten: zwei, drei, vier, fünf, sechs, sieben, acht, neun, zehn, Bube, Dame, König, As und Joker

Von der zwei bis zum As gibt es insgesamt also 2 Karten von jeder Farbe (also 2xHerz, 2x Karo, 2x Pik und 2xKreuz zwei usw). Ausnahme bilden da nur die Joker, da es von denen nur sechs gibt, also drei pro Kartenspiel.

Wichtig ist, dass noch alle Karten im Kartenspiel enthalten sind, da ansonsten einer der Mitspieler einen Nachteil hat.

Nun werden die Karten aufgeteilt. Das geschieht ganz einfach, indem jeder Spieler ein komplettes Canasta-Kartenspiel erhält. Also hat jeder Mitspieler von Beginn an die gleichen Karten. Die Spielkarten werden nun gemischt und das Spiel kann beginnen.

Schritt 2: Der erste Spielzug

Nachdem die Karten also gemischt wurden hält jeder Spieler seinen Kartenstapel in der Hand, mit der Rückseite nach oben, so dass niemand sehen kann, was für eine Karte ausgespielt wird. Es ist keinem der Spieler gestattet, zu irgendeiner Zeit in seine eigene Karten zu greifen oder einfach zu mischen, wann es ihm beliebt. Sollte das geschehen, wird das Spiel sofort abgebrochen und der andere Spieler hat das Spiel gewonnen.

Jetzt beginnt das Spiel. Jeder der beiden Spieler legt nun die oberste Karte seines Stapels vor sich, sodass die beiden aufgedeckten Karten der Spieler nebeneinander liegen. Dies wird in der Fach-Bronzen-Sprache „Stich“ genannt.

Nun werden die gelegten Karten verglichen. Dabei kann es zu folgenden Konstellationen kommen:

Der „Einzel“ (siehe Schritt 3)
Ein „Color“ (siehe Schritt 4)
Ein „Counter“ (siehe Schritt 5)
Ein „Double C“ (siehe Schritt 6)
Der „Jay“ (siehe Schritt 7)

Nun zur Erklärung der einzelnen Begriffe.

Schritt 3: Der „Einzel“

Der „Einzel“ ist die einfachste Art, einen gelegten „Stich“ beim „Bronzen“ zu gewinnen. Zu einem Einzel kommt es, wenn beispielsweise eine Herz Drei und ein Pik Bube nebeneinander liegen. In diesem Fall hat der Spieler, der den Pik Buben gewonnen hat und gewinnt so den Stich. Die gewonnenen Karten werden verdeckt in den „Bunker“ (siehe Schritt 8) gelegt.

Die höhere Karte gewinnt also immer gegen die niedrigere. Die Reihenfolge ist wie bei jedem gewöhnlichen Kartenspiel. Also ist die zwei die niedrigste und der Joker die höchste Karte (die genaue Reihenfolge: zwei, drei, vier, fünf, sechs, sieben, acht, neun, zehn, Bube, Dame, König, As, Joker).

Schritt 4: Ein „Color“

Zu einem „Color“ kommt es, wenn der gelegte Stich aus Karten der gleichen Farbe, also beispielsweise einem herz Ass und einer Herz Drei besteht. Wenn es zu dieser Konstellation der Karten kommt, wird „gedeckt“.

Jeder der Spieler nimmt VERDECKT die oberste Karte von seinem Kartenstapel und legt sie ebenfalls verdeckt (mit der Rückseite nach oben!) und ohne drunter zu gucken auf seine gelegte Karte. Nun nimmt jeder Spieler eine weitere Karte von seinem Stapel und legt sie wie gewöhnlich mit der Vorderseite auf den Kartenstapel. Nun wird erneut geguckt, wer gewonnen hat. Ab jetzt kann „gedoublet“ werden, was in Schritt 9 erklärt wird.

Schritt 5: Ein „Counter“

Der Counter ist ähnlich dem Color, nur dass anstatt der Farben die Zahlen der Karten gleich sein müssen.

Zu einem „Color“ kommt es also beispielsweise zustande, wenn eine Kreuz Zwei und eine Herz Zwei nebeneinander liegen. In diesem Fall wird aber nicht wie beim „Color“ nur eine Karte von jedem Spieler verdeckt auf die Karten gelegt, sondern zwei. Ers dann wird von jedem wieder eine offene Karte abgelegt und geguckt, wer den Stich gewonnen hat. Wie schon beim „Color“ kann in diesem Fall „gedoublet“ werden, siehe Schritt 9.

Schritt 6: Ein „Double C“

Der „Double C“ ist eine sehr seltene Konstellation der Karten. Er kommt nur zustande, wenn zwei Karten der gleichen Farbe UND mit der gleichen Zahl abgelegt werden, also beispielsweise wenn jeder der Spieler einen Kreuz Buben ablegt. In diesem Fall werden sogar insgesamt drei Karten verdeckt auf den „Stich“ gelegt und erst dann wieder die offene Karte nach der wieder entschieden wird, wer gewonnen hat. Achtung: Auch hier ist ein „doublen“ möglich.

Schritt 7: Der „Jay“

Der „Jay“ ist die wohl am seltesten vorkommende Kartenvariante. Er kommt nur zustande, wenn beide Spieler zur gleichen Zeit einen Joker ablegen. Da die Joker ziemlich wertvoll sind, da sie ja die höchsten Karten sind, werden in diesem Fall sogar 4 verdeckte Karten von jedem Spieler abgelegt. Danach kommt wieder die offene Karte auf den Stapel und der Gewinner wird ermitteld. Hier ist ebenfalls wieder das „Doublen“ möglich. Mehr dazu in Schritt 9.

Schritt 8: Der „Bunker“

Unter dem Bunker versteht man den Ablageplatz für die gewonnenen Karten. Alle karten, die man gewonnen hat, werden mit der Rückseite nach oben auf einen Haufen gelegt, welcher „Bunker“ genannt wird. Der Bunker darf zu keiner Zeit durchgesehen werden! Weder der Gegenspieler noch man selbst darf seinen Bunker untersuchen.

Erst, wenn die letzte Karte aus der Hand gespielt wurde darf der „Bunker“ „aufgelöst werden“. Der Spieler nimmt die Karten auf und mischt sie mehrmals kräftig durch. Ab nun wird er als Kartenstapel genutzt und ein neuer Bunker muss „eröffnet“ werden.

Schritt 9: Das „Doublen“

Das „Doublen“ ist das wichtigste Element des gesamten Spiels. Es kann ausgeführt werden, sobald es zu einem „Color“, „Counter“, „Double C“ oder „Jay“ kam.

Gehen wir mal von einem einfachen Beispiel aus:

Die beiden Spieler legen eine Karte ab und der „Stich“ besteht aus einer Kreuz Sieben und einem Kreuz König. Dadurch kommt es zu einem „Color“ und jeder Spieler legt eine verdeckte Karte auf die beiden liegenden Karten und danach zwei offene.

Spieler 1 legt einen Pik König
Spieler 2 legt eine Kreuz Vier.

Dadurch hat Spieler 1 den „Stich“ eigentlich gewonnen, da er ja die höher gewertete Karte gelegt hat.

Da Spieler 1 dadurch insgesamt 6 Karten gewinnt (die 2 Karten am Anfang, die gedeckten Karten und die am Ende gelegten zwei), was nicht gerade wenig ist, möchte Spieler 2 dies vermeiden.

Und so beginnt er zu doublen.

Er sagt laut „eins“ und legt eine gedeckte Karte auf den „Stich“. Spieler 1 folgt seinem Beispiel und legt ebenfalls eine gedeckte Karte auf den Stapel. Danach legen beide Spieler wieder jeweils eine offene Karte ab und es wird verglichen, welcher der beiden Spieler gewonnen hat.

Nun können mehrere Dinge passieren:
1 – Spieler 1 gewinnt
2 – Spieler 2 gewinnt
3 – es kommt zu einem Sonderfall.

Sollte Spieler 1 erneut gewinnen, hätte er nicht mehr nur 6, sondern schon 10 Karten gewonnen.

Doch das ist nicht alles. Da Spieler 2 schon einmal „gedoublet“ hat, ist es zu einem „einfachen Double“ auf Seiten von Spieler 2 gekommen. Aufgrund dessen müsste Spieler 2, sollte er nun aufgeben und Spieler 1 den Stich überlassen wollen, zwei Karten extra abgeben.

Wenn er das nicht machen möchte, kann er ein zweites man „doublen“ (also ein „gedoubleter Double“), in der Hoffnung, dadurch gewinnen zu können.

Er sagt laut „zwei“ und legt erneut eine verdeckte und eine offene Karte auf den Stapel, was Spieler 1 ebenfalls tut.

Sollte Spieler 2 diesen Stich ebenfalls verlieren, kommt es zu einem „gedoubleten Double“ auf Seiten von Spieler 2. Das bedeutet, dass er Spieler 1 in dem Fall, dass er ihm den „Stich“ jetzt überlassen sollte nicht mehr nur 2, sondern schon 4 Karten extra aus seinem eigenen Stapel geben müsste.

Er wird also versuchen, sich zu retten und ein drittes mal „Doublen“ (der „getriplete Dounble“), was aber auch das letzte mal ist, dass er „Doublen“ kann.

Jeder Spieler kann insgesamt nur drei mal „Doublen“! Danach entscheidet sich, wer den „Stich“ gewonnen hat.
Sollte Spieler 2 erneut verloren haben, geht der Stich an Spieler 1 und Spieler 2 muss zudem noch 6 Karten verdeckt aus seinem Kartenstapel abgeben. Natürlich darf auch hier niemand unter die gewonnenen gedeckten Karten, bzw. unter die Karten gucken, die der Verlierer abgeben musste. Dadurch ist gewährleistet, dass keiner der Spieler ungefähr weiß, wer wie viele Joker o.ä. besitzt.

Sollte Spieler 2 jedoch gewonnen haben, also eine höher gewertete Karte als Spieler 1 abgelegt haben, hat er den Stich gewonnen.

Spieler 1 könnte also sagen, dass er den Stich nicht mehr haben möchte und ihn Spieler 2 überlassen. Achtung: Spieler 1 muss KEINE Karten mehr abgeben, da er ja nicht gedoublet hat. Nur Spieler 2 hat gedoublet und müsste bei einem verlorenen Stich die Strafpunkte abgeben!

Nehmen wir jetzt aber mal an, dass Spieler 1 den Stich nicht so leicht angeben möchte. Dann hat auch ER die möglichkeit dreimal zu „doublen“.

Dies läuft genauso ab, wie schon bei Spieler 2 beschrieben. Also wieder bis zu einem „getripleten Double“ spielen.

Sollte er jetzt irgendwann während dem Doublen eine höhere Karte als Spieler 2 ablegen hat er den „Stich“ gewonnen und bekommt von Spieler 2 die sechs weiteren Karten zum „Stich“ dazu.

Das ist natürlich nur ein Beispiel.
Es kann auch folgendermaßen ablaufen:
Spieler 1 legt höhere Karte
Spieler 2 „Doublet“ zum ersten mal
Spieler 2 legt die höhere Karte
Spieler 1 „Doublet“ zum ersten mal
Spieler 1 legt höhere Karte
Spieler 2 „Doublet“ zum zweiten mal
Spieler 2 legt die höhere Karte
Spieler 1 „Doublet“ zum zweiten mal
Spieler 1 legt höhere Karte
Spieler 2 „Doublet“ zum dritten mal
Spieler 2 legt die höhere Karte
Spieler 1 „Doublet“ zum dritten mal
Spieler 2 legt die Höhere Karte

In diesem Beispiel bekommt also Spieler 2 den Stich und 6 Karten von Spieler 1, der zum „getripleten Double“ „gedoublet“ und verloren hat.

Es gibt also keine Regeln, wer wann „Doublet“.

Jeder kann jederzeit aussteigen und mit dem „Doublen“ aufhören, muss dann aber gegebenenfalls die Strafkarten abgeben.

Aber natürlich darf kein Spieler dem anderen vorschreiben… das muss jeder selbst entscheiden, da es ja ein gehöriges Risiko ist.

Schritt 10: Die letzte Karte

Was ist, wenn ein Spieler nur noch eine Karte in der Hand hält und man sich gerade beim „doublen“ befindet? Ganz einfach. Egal, ob eigentlich gedeckt werden müsste oder nicht, der Spieler legt seine letzte Karte offen auf den Stapel. Jetzt muss der andere Spieler ebenfalls eine Karte offen von seinem Stapel hinlegen.

Nun wird verglichen.

Sollte es zu einem „Counter“, „Color“, „Double C“ oder „Jay“ kommen, hat der Spieler, der seine letzte Karte ausgespielt hat den „Stich verloren und somit keine Karten mehr auf der Hand und hat verloren.

Er hat außerdem verloren, wenn der andere Spieler eine höher wertige Karte abgelegt hat.

Sollte der Spieler mit der letzten Karte jedoch eine Höherwertige Karte gelegt haben, hat er den „Stich“ gewonnen. Der andere Spieler darf nicht mehr „Doublen“!

Sollte der andere Spieler schon mehrmals „gedoublet“ haben, muss er dafür aber keine Strafkarten mehr abgeben.

Die letzte Karte entscheidet also, ob man noch weiterspielen darf oder nicht.

Schritt 11: Wer gewinnt das Spiel?

Der Spieler, der zuerst keine Karten auf der Hand / im „Bunker“ hat, hat das Spiel verloren. Dies gilt ohne einschränkungen und ist nicht anfechtbar.

Um den Titel des Spieles noch irgendwie einzubringen, wir der Gewinn eines Spieles auch als „Bronzen“ bezeichnet. Man hat also einen „Bronzen gelandet“.

Schritt 12: Die Punkteverteilung

Was wäre das „Bronzen“, wenn man nicht um Punkte spielen könnte? Sicherlich nur halb so reizvoll. Deswegen gibt es hier jetzt die offizielle Punktetabelle fürs Bronzen:

Bronzen

Jetzt die Erklärung des ganzen:

In die erste Spalte tragen die beiden Spieler untereinander ihre Namen. Spieler 1 oben und Spieler zwei darunter. Die beiden Spieler werden von einer dünnen schwarzen Linie abgetrennt.

In die zweite, dritte und vierte Spalte wird eingetragen, wer was für ein Double gewonnen hat. Das bedeutet: Wenn ein Spieler ein „gedoubletes Double“ egal auf wessen Seite gewinnt, bekommt er 2 Punkte und so weiter. Die Punkte, die man dafür erhält stehen in den Klammern oder neben den Begriffen. Sollte man also ein „Double“ gewinnen, macht man einfach einen Strich in das Kästchen zu seiner Spalte.

In der fünften Spalte wird eingetragen, wenn ein Spieler einen „Stich“ gewonnen hat, in dem ein „Jay“ vorkam. Das gibt 10 Punkte extra: Achtung: Sollte der gewonnene „Stich“ mit dem „Jay“ auch aus beispielsweise einem „getripleten Double“ bestehen, bekommt der Gewinner des „Stiches“ nicht nur die Punkte für den „Jay“, sondern auch die Punkte für den gewonnenen Double, in diesem Beispiel also noch 6 dazu!

Im sechsten Kästchen wird eingetragen, wie oft ein Spieler einen „Einzel“ Gewonnen hat. Es gelten die gleichen Regeln wie beim „Jay“, also 10 Punkte extra.

Der Spieler, der am Ende gewonnen hat, bekommt den „Bronzen“. Das sind 30 Punkte, die zum Punktestand dazu addiert werden. Also nicht gerade wenig!

In der letzten Spalte werden jetzt alle Punkte addiert und in die obere Spalte eingetragen. In die untere Spalte werden die gewonnenen Punkte dann zu den bisher schon gewonnenen Spielen dazu addiert. Man hat am Ende also immer die Punkte vor sich, die man in einer Runde gewonnen hat und dann die Gesamtpunktzahl.

Jetzt, wo das Spiel um Punkte geht ist es um einiges spannender und auch interessanter geworden!

Das wars auch schon.
Das Bronzen ist eine Kreation von
Sven Himmen und Carlos Galvao
blablabla, sülzsülzsülz.

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