Bobos Filmbox – 2016-02 – Oben Edition – #11 – Dark Invasion

Bobos Filmbox - 2016-02 - Oben Edition - #11 - Dark Invasion

/// ZiB

Irgendwie hat es spa geschafft, diesen Film auf Bobos Liste zu schummeln, obwohl er so viel mit dem Thema „Oben“ zu tun hat, wie ein Maulwurf auf der Reise zum Mittelpunkt der Erde. Auf dem Cover steht etwas davon, dass Aliens für die Geschehnisse verantwortlich sind, was tatsächlich zu dem Untertitel „Sie sind nicht von dieser Welt“ passt, aber für die Handlung keine Rolle spielt.

Bobos Filmbox - 2016-02 - Oben Edition - #11 - Dark Invasion

Wir erleben die klassische Situation, dass ein Grüppchen feierfreudiger junger Menschen das Wochenende in einer Ferienhütte verbringen möchte. Allerdings – oh Schreck – geschehen gruselige Dinge in der Gegend. Ihr Freund, der schon vorgereist war, ist zuvor einer mysteriösen Frau begegnet, und seitdem nicht mehr der Alte. Wirklich unangenehm wird es dann ettliche unvergessliche Ferienmomente (Lagerfeuer, philosophische Gespräche, romantische Verwicklungen,…) später, als es auf einmal Tote gibt.

Das DVD-Cover verspricht Tentakel, die aus Mündern schießen, was im Film dann leider nicht einmal ansatzweise so cool aussieht, wie in der Photoshop-Interpretation. Außerdem kommen solche Szenen erst dermaßen spät vor, dass ich bis dahin fast eingeschlafen wäre. Ja, freundlich formuliert kann man sagen, dass sich „Dark Invasion“ Zeit lässt, seine Charaktere zu etablieren. Nur dass sie mir auch nachdem ich ihnen gefühlt eine Stunde beim Feiern, Sonnen und Flirten zugesehen habe, nicht ans Herz gewachsen sind. Ich war schon froh, als ich sie halbwegs voneinander unterscheiden konnte. Wenn es ein Film nicht hinbekommt, seinen Figuren Tiefgang zu verleihen, sollte er sich lieber auf den Body Count konzentrieren. Aber was einem hier als großes Finale verkauft wird, ist nicht der Rede wert. Die einzige Szene, die ich spannend inszeniert fand, war die kurz vor dem Abspann. Das gibt zumindest Hoffnung, dass die beiden Regisseure etwas bei dem Film gelernt haben, und es nächstes Mal vielleicht schon ein bisschen besser machen. Falls man sie jemals wieder bei einer richtigen Filmproduktion hinter die Kamera lässt…

Mein Fazit: Bisher der langweiligste Film dieses Bobo-Monats.

/// spa

Zunächst einmal ist es ja wohl nicht meine Schuld, dass es hier nicht so Alienhaft zugeht, wie es das Cover vermuten lässt! Auf dem Cover ist von Aliens die Rede. Aliens kommen von Oben. PUNKT. SO!

Ich würde gerne noch ein paar Zeilen länger über diesen Streitpunkt reden, doch würde euch das langweilen. Was mich zu „Dark Invasion“ zurückbringt. War er langweiliger als „Dune“? Tja. Eine gute Frage. Aber andererseits auch nicht. Die beiden Filme miteinander zu vergleichen fühlt sich komisch an.

Darum rede ich noch ein bisschen über „Dark Invasion“. Er war langweilig. Es passierte einfach nichts. Man redete, redete und redete. Der eine benimmt sich komisch, komm wir reden drüber. Die eine bringt ihren neuen Freund mit. Der ist DJ. Der andere ist deswegen enttäuscht. Weil er nicht wusste, dass die, in die er verknallt ist, einen Freund hat. Der DJ ist. Und in der Waldhütte erst einmal fette Beats auflegt. Was für ein Unfug. „Jugendliche in der Waldhütte“ dürfte mittlerweile zu den schlimmsten Dingen gehören, die man mir filmtechnisch vorsetzen kann.

„Dark Invasion“ hatte gar nichts. Wärend man bei „Dune“ wenigstens mit Hilfe der Pausetaste schöne Hintergrundbilder für kleine Bildschirme anfertigen konnte, bleibt hier gar nichts übrig, aus dem man irgendeinen Nutzen ziehen könnte. Tschüs, „Dark Invasion“, wir sehen uns bestimmt nicht noch einmal wieder. Zumindest nicht freiwillig.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.