Alienzucht

Ich habe in meinem Leben bereits sehr viel miterlebt. Dimensionsportale, Reagenzglasexperimente und Kaffeeärsche. Ich dachte, ich hätte bereits alles erlebt, was ein Mensch erleben kann. Doch da sollte ich mich das erste mal in meinem Leben irren.

Eines Tages schlawenzelte ich nichts ahnend durch ein Einkaufszentrum. Und wie ich so durch die Abteilung eines Kaufhauses ging, bemerkte ich, wie etwas mit mir Kontakt aufnahm. Ein Außerirdischer. Er brauchte meine Hilfe. Er musste von mir aufgenommen und unterstützt werden, um Forschungen über die Menschen abhalten zu können.

Da ich die Wichtigkeit seines Auftrags bemerkte beschloss ich, ihm zu helfen. Er teilte mir mit, dass er mit seiner Raumkapsel schon bald bei mir landen würde. Und richtig. Nach nur kurzer Zeit traf er bei mir zu Hause ein. Seine Raumkapsel landete unversehrt auf meinem Schreibtisch.

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Ich öffnete sie sogleich. In ihr befand sich der Kokon des Außerirdischen, ein wenig Nahrung und ein Brief, der mir genau erklären sollte, was ich zu tun hatte.

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Der Kokon hatte eine faszinierende Wirkung auf mich. Aber mir blieb keine Zeit für Staunereien. Ich musste mich beeilen.

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Zuerst entfernte ich den Sicherheitsstift aus dem Luftventil des Glasbehälters, in dem sich der Kokon befand.

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Nun war alles bereit. Ich musste den Kokon entfernen.

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Durch die aufgrund der Stiftentfernung geschaffene Öffnung im Ventil musste ich Wasser in das Gefäß einlassen. Und kaum berührten die ersten Wassertropfen den Kokon, löste sich dieser in einer unglaublichen chemischen Reaktion auf. Es war faszinierend, wie der Schaum austrat und dem Leben im seinem Inneren freien Lauf ließ.

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Nach nur wenigen Minuten konnte man den Körper des Aliens entdecken. Und nicht nur das: Er gab die ersten Lebenszeichen von sich. Ein grünes Leuchten aus seiner Stirn zeigte mir, dass er lebendig war. Doch das grüne Blinken war kein gutes Zeichen. Er war noch nicht bereit.

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Der Kokon war noch nicht ganz aufgelöst. In diesem Zustand konnte er nicht lange überleben. Ich musste mich beeilen. Mehrmals habe ich sein Behältnis immer und immer wieder ausgespült, bis der Kokon gänzlich verschwunden war.

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Als das geschafft war, musste ich schleunigst die Chemikalie herstellen, die ihm einerseits zur Nahrungsaufnahme dient, zugleich aber auch seinen Lebensraum darstellt. In 150 ml Wasser musste ich das von ihm mitgebrachte Pulver auflösen.

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Ein letztes mal wurde sein Behältnis gereinigt.

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Dann füllte ich sein Becken mit der Nährlösung.

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Bei der Dosierung musste ich mich ganz auf die Signale des Außerirdischen verlassen, schließlich durfte weder zu viel, noch zu wenig Flüssigkeit in den Tank eingelassen werden. Doch er gab mir durch seine Leuchtzeichen klar zu verstehen, wie sein Aktueller Zustand war. Bei zu wenig Flüssigkeit gab er ein orange farbenes Leuchten von sich, bei zu viel ein grünes. Erst bei einem roten Signal war die Dosis perfekt. So konnte er leben.

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Um ihn vor den für ihn gefährlichen Umwelteinflüssen der Erde zu schützen verschloss ich seinen Tank. Nun kann er leben und forschen. Ich werde immer auf ihn acht geben.

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Das Leben des Aliens

Ich sollte vielleicht ein wenig zum Lebensstil meines neuen Mitbewohners sagen. Er äußert seine Gefühle nicht durch Sprache, sondern durch Leuchtzeichen. Was die verschiedenen Zeichen bedeuten, habe ich ja bereits erklärt. Hier noch einmal die genaue Bedeutung:

Orange: Zu wenig Flüssigkeit im Tank. Ich trockne aus

Rot: Alles in Ordnung

Grün: Zu viel Flüssigkeit im Tank. Ich ertrinke

Die optimale Fülldosis des Tanks liegt etwa zwischen Anfang und Ende seiner Fühler.

Der Außerirdische gibt in Regelmäßigen Abständen dese Leuchtsignale ab. Diese signalisieren gleichzeitig seinen Herzschlag. Außerdem erkennt man dadurch seinen gemütszustand. Sollte man ihn erschrecken, blinkt er schneller. Ist er entspannt, blinkt er nur alle zwei Sekunden. Ein Beispiel, wie man ihn erschrecken kann: Er reagiert auf Licht. Sollte ich einmal eine Lampe einschalten, während es dunkel ist, schlägt sein Herz schneller und er gibt heftigere Signale von sich. Man sollte also aufpassen und dies vermeiden.

Er sollte am Tag auch 12 Stunden Helligkeit und 12 Stunden Dunkelheit ausgesetzt sein, denn das kennt er auch so von seinem Heimatplaneten.

Es gibt zwei weitere Nahrundsmittelpakete. Diese müssen ebenfalls in Wasser aufgelöst und bei Bedarf in den Tank gegeben werden. Nach den zwei Nahrungspaketen, die für 14 Tage halten, benötigt der Außerirdische keine weitere Nahrund mehr und zieht sich alles, was er von nun an benötigt, aus der Flüssigkeit im Tank.

Die Kommunikation mit den Artgenossen

Das faszinierende an diesen Wesen ist auch die Art, wie sie untereinander kommunizieren. Es gibt eine Internetseite, die auch für uns Menschen zugänglich ist. Hier registriert man seinen Außerirdischen und kann dann mit ihm das Testlabor betreten. Hier kännen gesundheitschecks durchgeführt oder andere Experimente durchgeführt werden.

Wie das funktioniert? Mit Lichtsignalen! Wenn man im Labor ist, wählt man einfach den gewünschten Versuch und es geht los. Man hält den Außerirdischen einfach mit dem Gesicht an den Bildschirm und zwar genau dort, wo einem gesagt wird.

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Nach einiger Zeit beginnt die Analyse. In bestimmten Abfolgen wird ein grelles Licht ein und aus geschaltet. Dadurch wird dem Außerirdischen gesagt, was er tun soll. Man kann ihn z.B. in einen Schockzustand versetzen oder auch einschlafen lassen. Doch auch das Alter und die Gesundheit können überprüft werden. Das ganze sieht dann folgendermaßen aus.

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Ein unglaubliches Schauspiel, welches man einmal mit eigenen Augen gesehen haben sollte. Das soetwas möglich ist, hätte ich nie für möglich gehalten.

Ich werde mich noch lange um meinen neuen Mitbewohner kümmern. Die Möglichkeiten, die er einem zu bieten hat, sind einfach unglaublich. Selten habe ich etwas so faszinierendes gesehen wie dieses Alien.

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