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Fantasy Stockfest 2014 - Teil #12
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Fantasy Stockfest 2014 - Teil #12

Der vorletzte Tag. Das Fantasy Filmfest 2014 neigt sich dem Ende entgegen. Ein bisschen schluchze ich. Aber gleichzeitig freue ich mich auf die heutigen Filme. Es ist noch nicht vorbei. Also genießen wir die verbleibende Zeit.

Eine längere Einleitung schenke ich mir heute mal. Da gab es in letzter Zeit schon genug von. Kommen wir doch einfach zu dem, warum die meisten Leute hier sind.

Fantasy Stockfest 2014 - Teil #12
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Film 53 - The mule

Fantasy Stockfest 2014 - Teil #12

Letztens hatte ich mir noch gedacht: Fahr doch mal in den Urlaub und schmuggel auf dem Rückweg ein Kilo in Kondome verpacktes Heroin in deinem Magen nach Hause. Das klang nach einem ziemlich tollen Plan. Dann sah ich "The mule" und ließ von der Sache ab.

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Irgendwie sah das Ganze dann doch nach weniger Spaß aus, als die Märchenbücher immer behaupten. Die Gebrüder Grimm sind auch nur eine Bande von Lügnern. Und so etwas lesen wir unseren Kindern vor. Ein Grund mehr, keine Kinder mehr zu bekommen.

In "The mule" geht es um einen Mann, der ziemlich gut Alkohol auf Ex wegtrinken kann. Darum wird er von einem Freund auch dazu auserkoren, Heroin zu schmuggeln. Schenken wir uns die Einleitung. Er hat ein Kilo Heroin im Magen.

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Und wird selbstverständlich am Flughafen aufgegriffen. Er weigert sich, sich den Magen durchleuchten zu lassen, darum wird er in einem Hotelzimmer eingeschlossen und von ein paar Polizisten rund um die Uhr bewacht. Anscheinend darf man jemanden, der unter dem Verdacht steht, Heroin in seinem Magen zu haben, ein paar Tage lang wegsperren. Und den Stuhlgang untersuchen.

Unser Protagonist ruft daraufhin in Gedanken das Team von Guinness Buch der Rekorde an und wettet mit diesen, dass er es schafft, eine Woche lang nicht kacken zu gehen. Topp, die Wette gilt. Den restlichen Film über sehen wir einem Mann dabei zu, wie er nicht kacken will und dabei von Personen beobachtet wird, die nur darauf warten, dass er es irgendwann tut. Ein KAMMERSPIEL! Juhu! Schon wieder!

Wie auch immer. Der Film hat mich jetzt nicht umgehauen, aber auch nicht gelangweilt. Es gab eine ziemlich eklige Szene, ansonsten hielt sich das mit dem Würgen aber in Grenzen.

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Ein nettes Ding, WAHRE BEGEBENHEITEN, leider ohne große Höhepunkte.

Film 54 - Blue ruin

Fantasy Stockfest 2014 - Teil #12

Daniel Bryan hat genug vom Wrestling.

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Er schnappt sich ein altes Auto, stellt es irgendwo in einer ruhigen Ecke ab und lebt von nun an darin. Er hat kein Geld, nur wenig Zeug und muss zum Baden in fremde Häuser einbrechen. Ja, ja, ja. Das ist nicht Daniel Bryan. Aber lasst mich doch. Der Kerl hat mich an ihn erinnert. Wegen seinem Bart. Darum bleibe ich auch dabei. Man muss sich die Welt hin und wieder auch mal einfacher machen, als sie ist.

Eines Tages steht dann plötzlich die Polizei vor Daniels Autotür. Man teilt ihm mit, dass ein Mann aus dem Gefängnis entlassen wird. Wer ist dieser Mann?

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Der Zuschauer weiß es nicht und wird es auch erst spät erfahren. Aber irgendetwas ist zwischen ihm und Daniel vorgefallen, denn Daniel entstaubt auf einmal sein Fahrzeug und macht sich auf zum Gefängnis. Dort beobachtet er den Exsträfling, verfolgt ihn und stellt ihn in einem... Restaurant. Ich rede hier absichtlich etwas drumherum.

"Blue ruin" ist ein verdammt ruhiger Film, der aber kein einziges Mal langweilig wurde. Er erzählt eine Geschichte voller Rache und Gewalt. Man folgt Daniel auf seiner Reise und erfährt nach und nach, was überhaupt vorgefallen ist. Die Gewalt kommt plötzlich und dann auch ziemlich heftig. Der Film will aber keinen Spaß machen, er ist kein Actionfilm. Er ist ein Drama. Und zwar ein ziemlich gutes.

Film 55 - These final hours

Fantasy Stockfest 2014 - Teil #12

Während bei "Coherence" der Komet die Erde nur knapp verfehlt, ist bei "These final hours" alles vorbei. Ein Komet (Meteorit oder was auch immer) trifft die Erde. Und dieser Komet war leider ziemlich groß. So groß, dass es mit der Menschheit definitiv zu Ende geht. Die Erde ist hinüber. Alle sterben. Aber nicht sofort. Die Explosionsfeuerdruckwellendingenskirchen des Todes benötigt ein paar Stunden, um die gesamte Welt zu verbrennen. Der Komet trifft Europa, wir befinden uns in Australien. Die Australier wissen also, dass sie schon bald nicht mehr existieren. Was machen sie? Richtig. Sie rasten aus.

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Willkommen in der Apokalypse! Alle machen, was sie wollen. Es wird gemordet, geschlagen und was weiß ich nicht noch alles. Weil man das so macht. Nein, natürlich stimmt das nicht ganz. Ein paar andere Menschen treffen sich irgendwo und feiern die größte Abschiedsparty, die man sich vorstellen kann. Andere wiederum sitzen mit ihrem Partner alleine zu Hause und verbringen die letzten gemeinsamen Stunden in aller Ruhe zusammen.

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Das Szenario, das hier entworfen wurde, hat mir sehr gefallen. Es ist aus. Es wird aus sein. Es gibt kein Zurück. Aber was macht "These final hours" aus diesem Aufbau? Tja. Ich präsentiere: Der Protagonist. Er sitzt mit seiner Frau zu Hause rum und erfährt, dass sie schwanger ist. Was macht er? Er lässt sie sitzen. Weil er lieber mit seiner jungen und partyfreudigen Zweitfrau ein bisschen Abschiedssex haben will. Na? Ein echter Sympathisant, oder?

Diesem Vollhorst folgen wir also durch die letzten Stunden der Erde. Und die ganze Zeit über hätte ich lieber seiner Frau beim Weinen zu gesehen. Mit DER hatte ich Mitleid. Mit unserem Helden? Nein. Kein bisschen. Soll er doch verrecken. ABER NEIN! Natürlich meine ich das nicht so. Schließlich stößt er auf dem Weg zu seiner besseren Hälfte (ICH HUSTE) auf ein junges Mädchen, das beschützt werden will. Und das ändert alles. Jetzt mag ich den Typen nämlich plötzlich.

Fantasy Stockfest 2014 - Teil #12
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Ach, wisst ihr was? Ich will über den Film nicht weiter reden. Das war eine richtige Zumutung. Die Grundidee war fantastisch aber alles andere konnte mir gestohlen bleiben. Unsympathischer Typ macht eine Wandlung zum besseren Menschen durch, die aufgesetzter nicht sein konnte. Es gab ein bis zwei gute Szenen aber am Ende war ich unglaublich genervt. Nein, danke. Netter Versuch.

Film 56 - Among the living

Fantasy Stockfest 2014 - Teil #12

Fünf Freunde auf neuen Abenteuern. Gut, es sind hier nicht fünf, sondern drei. Die drei Fragezeichen? Möglich. Aber irgendwie auch nicht. Die drei Fragezeichen haben glaube ich noch nie aus Langeweile eine Scheune abfackeln wollen. Ist jetzt aber auch egal. Da sind diese drei Kinder, die ganz gerne Blödsinn machen. Wer will es ihnen auch übelnehmen? Gut, der Scheunenbesitzer war verständlicherweise ein wenig angepisst. Aber Kinder sind Kinder. Was auch immer das jetzt wieder bedeuten soll. Einleitungen müssen ja nicht immer gelingen. Kommen wir zum Punkt.

Die drei Jungs betreten das Gelände eines alten Filmstudios. Dort steht ein Fahrzeug. In dessen Kofferraum finden die drei eine gefesselte Frau. Man versteckt sich und beobachtet einen großen Typen dabei, wie er die Frau in den Keller eines Gebäudes verschleppt.

Fantasy Stockfest 2014 - Teil #12
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Man will helfen, wird gesehen, flieht und hat jetzt einen großen, gemeinen Typen am Arsch kleben.

Slasherfilm! Ich mag Slasherfilme. Gebt mir einen merkwürdigen, großen Typen, der Leute jagt und tötet, und ich bin schon mal ein wenig zufrieden. Außer das Ganze stellt sich als Musical heraus. Nein. Ich will nicht mehr über "Stage Fright" schreiben. Vielleicht noch einmal im Fazit. Und in dem anderen Text, den ich noch zum Fantasy Filmfest 2014 vorbereitet habe. Huch! Das wollte ich ja gar nicht verraten. Tja. Zu spät. Was nun? Weiter im Text!

Der Kerl jagt die Kinder und deren Familien. Natürlich steckt da jetzt ein wenig mehr Geschichte hinter, vor allem hinter dem Jäger, doch letztendlich könnt ihr euch denken, in welche Richtung "Among the living" geht. Denkt übrigens nicht, der Film sei nett und zuvorkommend, weil hier ein paar Kinder mitspielen. Das ist dieser Film definitiv nicht. Alleine die Anfangssequenz könnte dem einen oder anderen sauer aufstoßen. "Among the living" hat mir gefallen. Kein Meisterwerk aber auch nicht so schlecht oder öde wie andere Genrevertreter. Kann man sich angucken, wenn man nicht mehr erwartet.

Film 57 - Housebound

Fantasy Stockfest 2014 - Teil #12

Eine Horrorkomödie! Eine Horrorkomödie! Alle in Deckung! Schnell! Die Humorgranaten fliegen direkt auf uns zu! Oh nein, wir wurden getroffen!

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Huch? Das tat ja gar nicht weh. Statt Schmerzensschreie ertönt um mich herum Gelächter? Und auch meine Mundwinkel erheben sich? Mir ist ganz anders!

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"Housebound" ist eine Horrorkomödie, die mir richtig, richtig gut gefallen hat. Es ist unglaublich. Fangen wir vorne an. Eine junge Dame wird beim Versuch, einen Geldautomaten auszurauben, geschnappt. Zur Strafe muss sie zurück in das Haus ihrer Mutter ziehen. Diese ist dort selbstverständlich noch ansässig. Dass unsere Protagonistin da überhaupt keine Lust drauf hat, muss ich vermutlich nicht extra betonen. Das Besondere soll aber noch kommen: Sie bekommt ein kleines elektronisches Bändchen ums Bein gebunden. Verlässt sie das Haus, gibt das Band ein Signal an die Polizei und sie bekommt ziemliche Probleme. Hightech-Stubenarrest. Und es geht noch weiter: Geister sind im Haus! Es spukt! Schritte, Geräusche, Sachen verschwinden, Hände tauchen unter irgendwelchen Gegenständen auf... Gefangen am Ort des Gruselns. Eine schreckliche Vorstellung.

Aber "Housebound" macht mehr aus dieser Geschichte. Nämlich einen richtig lustigen Film. Warum er so lustig ist? Schwer zu sagen. Weil der Film nicht versucht, einen Haufen Horrorklischees aufzulisten und sich über diese lustig zu machen. Er nimmt einfach nur sympathische und lustige Charaktere und setzt sie in ein Gruselhaus. Humor ist schwer und rutscht leicht in Richtung Albernheiten ab. Hier geschieht das nicht. Man bekommt gute Charaktere, spannende Szenen, lustige Szenen und sogar eine interessante Geschichte vorgesetzt. SO sollen Horrorkomödien sein.

Film 58 - Dark house

Fantasy Stockfest 2014 - Teil #12

Was haben verrückte Axtmänner, Engel, Dämonen, verfluchte Häuser, Satan, Todesvisionen und sprechende Wände gemeinsam? Sie spielen alle irgendwie eine große Rolle in "Dark house". Ich weiß gar nicht, wo ich beginnen soll. So einen Wust aus Ideen habe ich selten gesehen. Als hätte man zehn Kurzgeschichten, die nichts miteinander zu tun haben, in einen Film verarbeiten wollen.

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Also: Da ist dieser Typ. Dessen Mutter sitzt in der Irrenanstalt, weil sie sich mit Lüftungsschlitzen und Wänden unterhält. Der Typ wiederum kann, wenn er jemanden mit der Hand berührt, sehen, wie dieser Jemand stirbt. Außerdem hat er als Kind immer das Bild von einem Haus gemalt, dass er eigentlich nie gesehen, nun aber geerbt hat, weil seine Mutter in einer Explosion gestorben ist, die von einem sprechenden Lüftungsschacht ausgelöst wurde. Seid ihr noch da? Gut. Ich höre jetzt auf. Oder? Na gut. Ein bisschen noch. Der Kerl begibt sich mit seiner schwangeren Freundin und ein paar Superkumpels auf die Suche nach dem Haus. Als er es findet, stellt sich jedoch heraus, dass das Haus von einem Kerl bewacht wird, der eine Armee von Axtmördern befehligt. Oh. Das Haus steckt übrigens in einem Baum fest, der voller Todeszeug ist, weil an ihm mal Menschen erhängt wurden. Wo war ich? Sagte ich schon, dass das Haus während einer Flut von seinem ursprünglichen Platz weggeschwommen ist? Gegen den Todesbaum? Nein? Ich kann nicht mehr.

Da sitzt man um Mitternacht nach fünf Filmen im Kino und wird mit Themen zugeworfen, die als einzelne Filme locker das Kurzfilmprogramm, wenn nicht sogar das gesamte Festivalprogramm gefüllt hätten. Ist ja schön, wenn sich jemand Gedanken macht. Aber irgendwann sollte man dann auch mal damit aufhören.

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"Dark House" war ein verwirrendes Chaos voller unzusammenhängender Dinge. Vielleicht wollte der Film auch besonders schlau sein und die Zuschauer mit neuen Ideen überraschen. Tja. Das endete leider in unspannender Reizüberflutung.

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Und damit endete der letzte richtig volle Festivaltag. Morgen ist es Zeit für den Endspurt. Es kommen noch vier Filme und dann war es das mit dem Fantasy Filmfest 2014 auch schon wieder. Ich... ich... mir fehlen die Worte.

Gesehene Filme: 58 von 62 (94%).
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Sven Himmen