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Das "Fantasy Traumfest"-Tagebuch 2012 - Nacht #4
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Liebes Tagebuch,

du weißt, dass ich Hunde hasse. Aber weißt du auch, dass ich Katzen mag? Wenn ja, dann möchte ich darauf hinweisen, dass dies seit meinem letzten Traum nicht mehr ganz richtig ist. Ich arbeitete in einem Schönheitssalon für Katzen und färbte ihre Backen pink. Das ist jetzt natürlich eher ein Grund, mich zu hassen und nicht die Katzen, doch ich bin ja auch noch lange nicht fertig.

Mit einer der von mir gequälten Katzen stimmte etwas nicht. Ihre Besitzerin kam auf mysteriöse Art und Weise ums Leben und seitdem musste ich mich um sie kümmern. Es schien fast so, als sei die Katze das Haustier eines Geistes. Aber sicher war ich mir damit nicht.

Ich fragte einen Freund von mir um Rat und es stellte sich heraus, dass die Katze eigentlich ein Werwolf war, der seit vielen Jahren in einem unterirdischen Gewölbe festgehalten wurde. Auf meiner Familie lastete ein Fluch, der das Tier am Leben hielt. Um ihn zu brechen, musste ich einiges durchmachen. Zum Glück stand mir mein Hund zur Seite und passte auf meine Finger auf.

Um mich bei ihm zu bedanken, veranstaltete ich eine Geburtstagsfeier. Mein Hund war nämlich mittlerweile mein Sohn und hatte Geburtstag. Um den Tag abzurunden, lud ich einen Clown ein, der die Menge zu unterhalten wusste, indem er sich von den Kindern töten ließ. Da dies selbst für einen Clown äußerst unangenehm ist, schwor er Rache, die er auch bekommen sollte.

Jetzt war ich plötzlich der kleine Junge und der Clown ein Taxifahrer. Er nahm mich und meine Mutter nach einem Kinobesuch mit zu sich nach Hause, was nicht unser ursprüngliches Ziel gewesen war. Nachdem er meine Mutter getötet hatte, nahm er mich bei ihm auf. Er lehrte mir wichtige Dinge, die ich über den menschlichen Körper wissen musste und kettete mich in seiner Wohnung an. Er wollte mich wohl zu so etwas wie seinem Nachfolger machen. Und zum Mann.

Aber zum Glück rettete mich David Hasselhoff. Ja, liebes Tagebuch, ich weiß. Jetzt wird es etwas merkwürdig. Aber ich bin mindestens genauso beunruhigt wie du. Das muss man sich mal vorstellen: Die ganze Wohnung stand plötzlich unter Wasser und in diesem schwamm eine Horde Piranhas herum. Hasselhoff zog sich seine Baywatch-Kleidung an und schaute gelassen durch seine Sonnenbrille zu.

Nachdem er mich gerettet hatte, schwang ich mich in mein aufgemotztes Auto und fuhr durch ein Parkhaus, um meine Kurventechnik zu verbessern. Mit Erfolg. Meine durchdrehenden Reifen produzierten zwar mehr Rauch als ein durchschnittliches Raucherzimmer im Monat, trotzdem schaffte ich es endlich, vernünftig gegen einen Pfosten zu rasen. Nach dem Aufprall wachte ich auf und ging sofort an meinen Kalender. Ich hatte das Gefühl, einen Geburtstag vergessen zu haben. Ich hatte mich aber zum Glück geirrt.

Guten Tag,
spa

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Notizen des Tagebuchs:

Patient...
- hasst immer noch Hunde.
- mag dafür Katzen.
- träumt davon, Katzen zu schminken.
- hat buchstäblich Angst vor Hunden und vergleicht sie mit Werwölfen.
- mag Geburtstagsclowns.
- hat Angst vor Taxifahrern.
- will zum Mann werden.
- träumt davon, von David Hasselhoff gerettet zu werden. Erklärt vielleicht, warum er so häufig davon träumt, eine Frau zu sein.
- hat Angst vor Piranhas. Vielleicht dem Schwimmen allgemein. Weiter beobachten.
- würde gerne ein besserer Autofahrer werden.

Maßnahmen:
- Schminkkopf kaufen.
- Den Gassigehnebenjob täglich ausüben.
- Zirkusbesuch.
- Trotz Mietauto immer mal Taxi fahren lassen.
- Barthaarwuchsmittel kaufen.
- Baywatch-DVD-Box kaufen.
- Jahreskarte im Schwimmbad besorgen.
- Fahrstunden zum Mietauto dazubuchen.
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Sven Himmen